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Der ungefährdete 3:0-Pokalerfolg beim niedersächsischen Regionalligisten SV Wilhelmshaven war für den deutschen Vizemeister kaum mehr als ein 90-minütiger Aktivurlaub.

Wilhelmshaven. Trainer Jürgen Klopp war locker-flockig, Abwehrchef Mats Hummels recht gelöst und Sportdirektor Michael Zorc ganz entspannt - der Pokalausflug an die Nordsee war für Champions-League-Finalist Borussia Dortmund kaum mehr als ein kurzer Aktivurlaub über 90 Minuten. "Ich habe mir nie große Sorgen gemacht", sagte der BVB-Coach nach einem 3:0 (0:0)-Sieg beim SV Wilhelmshaven, der so ungefährdet wie glanzlos war.

70 Minuten lang torlos

Zwar hielt der tapfere Regionalligist bis 20 Minuten vor Schluss noch ein 0:0, doch dann rückten die Treffer von Kevin Großkreutz (71.), Marvin Ducksch (83.) und Robert Lewandowski (90.) die wahren Kräfteverhältnisse wieder zurecht. Hummels: "Wir wussten, dass uns kein 8:0-Spaziergang erwartet, aber wir wollten das Spiel von Beginn an kontrollieren, und das ist uns gelungen."

Zorc will mehr Effektivität

Und auch Zorc konstatierte einen "hochverdienten und völlig unstrittigen Erfolg", mahnte mit Blick auf den Bundesliga-Start am kommenden Wochenende beim FC Augsburg aber auch eine Prise mehr Effektivität an: "Manchmal sind wir ein wenig in einen etwas langsamen Trott verfallen. Mit einem schnellen Tor wäre uns alles ein bisschen leichter gefallen."

Da jedoch wollte ihm Klopp nicht so ganz folgen. "Pokal- und Bundesligaspiele sind nur schwer vergleichbar", meinte der 46-Jährige. Dennoch war er alles andere als unfroh, dass die Entscheidung in der regulären Spielzeit fiel: "Auf keinen Fall hatten wir vor, in die Verlängerung zu gehen."

Hohe Laufarbeit der Wilhelmshavener

Wobei diese 30 Extraminuten vor 8000 Zuschauern im ausverkauften Jadestadion bei schweißtreibender Hitze wohl eher für die Gastgeber zu einer Tortur geraten wäre. Denn immens verausgabt hatten sich die viertklassigen Niedersachsen schon nach einer Stunde, die kräftezehrende Laufarbeit gegen einen spielerisch überlegenen Gegner forderte ihren Tribut.

Einige wollten das 0:0 zur Halbzeit schon feiern

"Bei uns wollten einige schon in der Halbzeitpause das 0:0 feiern", berichtete Wilhelmshavens Trainer Farat Toku mit einem Augenzwinkern. Spätestens als der eingewechslte Tim Scheffler (67.) die einzige Torchance der Norddeutschen vergab, war der Widerstand praktisch erlahmt.

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