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Der US-Nationalspieler fühlt sich bei den "Königsblauen" pudelwohl. Zum Ende seiner Laufbahn möchte er dennoch eine andere Kultur kennenlernen.

Gelsenkirchen. Jermaine Jones steht vor seiner siebten Spielzeit beim FC Schalke 04. Sein Vertrag läuft nach der kommenden Saison aus. Einen Wechsel ins Ausland, im Anschluss an seine Gelsenkirchener Zeit, möchte der Mittelfeldspieler nicht ausschließen.

"Ich habe immer gesagt, dass nach dem Ende meines Vertrags auf Schalke noch nicht Schluss sein muss. Ich würde gerne noch mal im Ausland spielen, eine andere Kultur kennenlernen", teilte Jones im Interview mit der Welt mit.

Jedoch sei Schalke sein erster Ansprechpartner. Es passt einfach zwischen dem gebürtigen Frankfurter und dem Revierklub. "Ich finde es gut, wie die Leute hier mit mir umgehen, davor muss ich den Hut ziehen. Hier kriege ich die Wertschätzung, die ich mir manchmal auch von außen wünschen würde", spricht der 31-Jährige den schlechten Ruf an, der ihm vorauseilt.

Er habe schon in der Jugend kein gutes Image genossen, "das habe ich in gewissen Phasen sogar gemocht und entsprechend ausgelebt", gibt Jones zu. "Jetzt macht man immer wieder die alten Schubladen auf und holt diese Geschichten raus." Wer ihn kenne, wisse, dass er ein komplett anderer Mensch sei.

"Bei Klinsmann war ich skeptisch"

Dieses schlechte Image zeigte sich auch beim Amtsantritt von Jürgen Klinsmann als US-Nationaltrainer. "Als Jürgen Klinsmann kam, war ich skeptisch." Der ehemalige Bayern-Trainer steht in ständigem Austausch mit Bundestrainer Joachim Löw, bei dem Jones in der deutschen Nationalmannschaft bereits kaum Chancen erhielt. "Ich dachte mir, bei Löw warst du nicht mehr dabei, und jetzt kommt ausgerechnet sein bester Freund."

"Am Anfang war es ja wirklich so, dass ich unter Klinsmann nicht gespielt habe." Inzwischen zählt Jones in der US-Nationalmannschaft zu den absoluten Führungsspielern, ähnlich wie auf Schalke. "Er baut auf mich. Mittlerweile habe ich ein super Verhältnis zu ihm."

Jermaine Jones absolvierte bislang 35 Länderspiele für die USA, in denen er zwei Tore erzielte. Am Gewinn des Gold Cups in diesem Jahr war er wegen der laufenden Saisonvorbereitung bei Schalke nicht beteiligt.

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