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Schalke 04 ist vor der Saison in Hochstimmung. Nicht nur der ausgewogene Kader, auch die Art von Trainer Jens Keller trägt dazu bei. Horst Heldt lobt, warnt aber vor dem M-Wort.

Gelsenkirchen. Beim FC Schalke 04 herrscht in der diesjährigen Saisonvorbereitung eine positive Grundstimmung - auch dank des oftmals als bieder dargestellten Trainers Jens Keller, der offensichtlich eine Wandlung vollzogen hat. Manager Horst Heldt ist voll des Lobes, warnt aber vor zu hohen Zielen.

"Er findet einfach einen guten Mix aus konzentrierter Arbeit, intensiver Ansprache und dem Gespür, wann die Spieler auch mal Spaß brauchen", schwärmte Heldt im Gespräch mit dem Kicker von Keller: "Damit erfüllt er viele Anforderungen, die man heute als guter Trainer braucht. Ich würde sagen: Jens ist ein moderner Old-School-Trainer."

Der 42-Jährige übernahm nach der Beurlaubung von Huub Stevens im Dezember 2012 das Traineramt bei den Knappen. Anfangs bestanden Zweifel an seiner Eignung. Viele hatten noch den biederen Keller als Trainer des VfB Stuttgart zwei Jahre zuvor vor Augen.

"Wusste, dass er richtig witzig sein kann"

In Gelsenkirchen entwickelte sich der frühere Profi aber weiter und wirkt mittlerweile unverkrampfter. Für Heldt keine Überraschung. "Ich wusste, dass er richtig witzig sein kann - auch wenn das kein Außenstehender glauben wollte", so der Manager der Königsblauen.

Nichtsdestotrotz warnte Heldt vor einer zu hohen Erwartungshaltung: "Wir dürfen nicht mehr dem Hype hinterherrennen und ohne Rücksicht auf Verluste versuchen, Meister zu werden. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei." Die letzte Meisterschaft datiert aus der Saison 1957/58. Mehrmals scheiterte Schalke in den vergangen Jahren nur knapp, den ersten Titel nach über 50 Jahren zu holen.

Heldt sieht Jones-Aussagen gelassen

Zuletzt forderte Jermaine Jones jedoch öffentlich, eben diese Meisterschaft als Ziel auszugeben. "Wir sollten nicht nur von Platz zwei bis vier reden. Unser Ziel sollte es sein, um die Meisterschaft mitzuspielen", so der defensive Mittelfeldspieler im "Kicker".

"Dass sich Spieler maximale Ziele setzen, zeugt doch nur von unbedingtem Ehrgeiz", nahm Heldt die Aussagen des 31-Jährigen mit Gelassenheit zur Kenntnis. Schalke 04 startet am 5. August mit der Erstrundenbegegnung im DFB-Pokal beim FC Nöttingen in die neue Saison. Am 11. August geht es in der Liga gegen den Hamburger SV.

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