thumbnail Hallo,

Borussia Dortmund schöpft aus dem Vollen - So könnte die Aufstellung des BVB aussehen

Der Champions-League-Finalist 2013 kann mit gestärktem Kader in die neue Saison starten. Es wurde in die richtigen Positionen investiert. Wer steht jetzt in der Startelf?

Dortmund. Noch hat die Saison nicht begonnen, aber eines ist jetzt schon klar: Jürgen Klopp kann aus den Vollen schöpfen. Die Mission "Abgänge kompensieren und Breite schaffen" scheint überaus geglückt zu sein. Ausgehend vom angestammten 4-2-3-1 der letzten Jahre hat Goal.com für Euch einmal genau hingesehen und die wahrscheinlichste Startaufstellung für die Bundesligasaison 2013/14 und alternative Modelle zusammengestellt. Natürlich wurden außerdem die aktuell bekannten Verletzungen von Lukasz Piszczek und Henrikh Mkhitaryan berücksichtigt. Die Konkurrenz im Team ist auf vielen Positionen massiv gestiegen. Nun drängen die Spieler regelrecht von der Bank in die erste Elf von Borussia Dortmund. Wer macht das Rennen?

Tor – klare Angelegenheit


Die Nummer eins im Dortmunder Kasten ist unstrittig: Roman Weidenfeller ist seit 2002 bei der Borussia. Sein Kontrakt wurde erst vor kurzem vorzeitig bis 2016 verlängert. Bislang absolvierte der Linksfuß 346 Spiele für den BVB. Die Nummer Zwei ist seit drei Jahren der gebürtige Australier Mitchell Langerak. Dahinter steht mit dem 22-jährigen Zlatan Alomerovic ein Mann aus der eigenen Jugend.

Roman Weidenfeller


Die Abwehr – Großkreutz für Piszczek

Die Viererkette, die 2011 Meister wurde und 2012 das Double sicherte, war in der abgelaufenen Saison, außer in der Champions League, nicht so sattelfest. Der BVB kassierte 42 Tore und spielte nur acht Mal zu null, in der Double-Saison waren es noch doppelt so viele Partien ohne Gegentreffer.

Das Innenverteidigerpaar Hummels und Subotic sollte, trotz interner Differenzen, die publik wurden, Klopps erste Wahl sein. Auf den Außenverteidigerpositionen sind Schmelzer und Piszczek gesetzt. Der Pole wird allerdings bis mindestens Ende November ausfallen und somit gibt es Platz für Spekulationen.



Der Zehn-Millionen-Neuzugang Sokratis ist defensiv flexibel einsetzbar. In Bremen spielte er als Innenverteidiger, aber auch als Rechtsverteidiger kann er ran. Seine Verpflichtung ist, im Kontext der schon lange bekannten Hüftverletzung von Piszczek, ein wichtiger Transfer. Er wird als neuer Santana ebenso wie als Pische-Ersatz zu Einsätzen kommen und den Druck auf die nicht immer ganz sichere Defensive des letzten Jahres hoch halten. Insbesondere Subotic sollte gewarnt sein.

Publikumsliebling Großkreutz hat das Dortmunder System über die Jahre so sehr verinnerlicht, das er auf beinahe jeder Position spielen kann. Daher ist der wahrscheinlichste Ersatz als Rechtsverteidiger, denn taktisch muss der griechische Neuzugang noch nacharbeiten.

Die Nachwuchskräfte Marian Sarr, Koray Günter werden sich vorerst weiter in der Regionalligamannschaft beweisen müssen. Der 21-jährige Erik Durm hingegen spielte regelmäßig in der Vorbereitung und dürfte als Backup hinten rechts auch zu Einsatzseiten kommen. Sollten in der Innenverteidigung alle Stricke reißen, hat auch Sven Bender bereits letzte Saison bewiesen, dass er die Position sehr gut besetzen kann und als Ersatz in größter Not bereit steht.

Diese Abwehr könnte in die Saison starten:

Kevin Großkreutz
Neven Subotic
Mats Hummels
Marcel Schmelzer









Die Doppelsechs – Gündogan und die Rotation

Die Konkurrenzsituation für die zwei zu vergebenden Plätze vor der Abwehr ist beim Vizemeister enorm.  Ilkay Gündogan ist als offensiverer Part, als Acht, gesetzt. Er ist als Schaltspieler, derjenige, der das Tempo rausnimmt, sich fallenlässt, das Spiel von hinten aufbaut oder den schnellen Gegenstoß initiiert. In der abgelaufenen Saison vollzog er den entscheidenden Entwicklungsschritt zur Weltklasse sowohl in der Liga und der Champions League als auch in der Nationalelf. Auf das Zusammenspiel mit Mkhitaryan in der Zentrale darf sich jeder Fußball-Freund jetzt schon freuen. 



Auf die Planstelle neben bzw. leicht hinter ihm wollen mit Kapitän Sebastian Kehl, Sven Bender und dem ehemaligen Fußballer des Jahres Nuri Sahin drei Hochkaräter in die erste Elf. Klopp wird rotieren lassen müssen.

Sahin wird eher für als mit Gündogan auf dem Platz stehen, da sie von der Spielanlage ähnlich sind, diese beiden verkörpern den offensiven Part der Doppelsechs. Der türkische Nationalspieler hat sich nach seiner Rückkehr im Winter wieder an die erste Elf herangespielt.

Den Abräumer vor der Abwehr wird voraussichtlich Sven Bender geben, sein sachliches und effizientes Spiel hält den Offensivkünstlern den Rücken frei und verschafft ihm einen leichten Vorsprung gegenüber Sebastian Kehl. Allerdings wurde Kehl schon oft abgeschrieben! Dass der 33-Jährige als Kapitän bestätigt wurde, zeigt die hohe Wertschätzung innerhalb der Mannschaft und vonseiten des Trainerteams. In der letzten Saison kamen die beiden Kontrahenten auf ziemlich exakt die gleiche Spielzeit.

Das defensive Mittelfeld des BVB:

Ilkay Gündogan
Sven Bender





Das offensive Mittelfeld - Mkhitaryan ist gesetzt

Trotz des Abgangs von Mario Götze muss sich niemand Sorgen um das offensive Mittelfeld der Borussia machen. Mit Henrikh Mkhitaryan wurde ein vielversprechender Nachfolger aus dem Hut gezaubert, der - einmal genesen - zusammen mit Mats Hummels, Ilkay Gündogan und dem gesetzten Robert Lewandowski eine wahnsinnig starke Achse bilden wird. Die 25-Millionen-Verpflichtung wird allerdings noch bis etwa Mitte August wegen eines Teilabrisses des vorderen Syndesmosebands ausfallen und somit den Saisonstart verpassen.

Bis zur Genesung des Neuzugangs aus Donezk wird aller Wahrscheinlichkeit nach Marco Reus ins Zentrum gehen und auf dem Flügel von Neuzugang Pierre-Emerick Aubameyang oder Youngster Jonas Hofmann ersetzt werden. Rechtsfuß Aubameyang könnte so direkt vom linken Flügel aus in Richtung Tor starten und Reus beinahe als hängende Spitze agieren.



Auf der rechten Außenbahn ist ohne Wenn und Aber Jakub Blaszczykowski gesetzt. Der Kapitän der polnischen Nationalmannschaft ist absoluter Leistungsträger im Team der Schwarz-Gelben. Zusammen mit Lukasz Piszczek bildet Kuba einen der stärksten Flügel der Liga. Offensiv ist die harte Arbeit und das gekonnte Dribbling des Polen so wichtig wie das Auge für seine Mitspieler. Defensiv lässt er sich ebenfalls so wenig etwas vormachen, dass er zu einem immens wichtigen Baustein im Dortmunder System mit seinem typischen frühen Stören und leidenschaftlichen Pressing wurde.

Marco Reus wird höchstwahrscheinlich nach der Genesung von Mkhitaryan den linken Flügel beackern, wobei davon auszugehen ist, dass er die Position weitaus weniger hart spielen wird als Kuba auf der anderen Seite. Man darf gespannt sein, wie Reus in die Saison kommt. Nach einem Traumstart beim BVB im letzten Sommer konnte er bis in den Winter hinein mit starken Auftritten glänzen. Seine Leichtigkeit und Balance im Dribbling bei Höchsttempo, sein Abschlusswille und seine messerscharfen Standards beeindruckten. In der Rückrunde konnte Reus allerdings nicht durchweg in diesem Maße glänzen, obwohl sein Spiel noch immer genügend Klasse bot.

Das offensive Mittelfeld nach der Genesung Mkhitaryans:

Jakub Blaszczykowski
Henrikh Mkhitaryan
Marco Reus







Pierre-Emerick Aubameyang wird sich hinten anstellen müssen. Der Neuzugang, der gerade aus Saint-Etienne eingetroffen ist, ist zwar von Haus aus Stürmer, kann allerdings genauso auf dem Flügel spielen. 19 Tore erzielte er in der abgelauenen Saison für Saint-Etienne, legte allerdings 14 weitere Treffer auf. Man darf gespannt sein, wie sich der extrovertierte Offensivmann in Kloppos Team einfinden wird.

Eine wahrlich gesunde Mischung findet sich auf der BVB-Bank: ein überaus vielversprechender Neuzugang mit Aubameyang, Jonas Hofmann in seinem ersten Jahr im Profikader des BVB und Kevin Großkreutz, der ewig Unverwüstliche. Hofmann wurde im Training von Klopp bereits auf der Zehn geprobt, Gündogan und Sahin können ebenfalls vorne jederzeit aushelfen und den Spielmacher geben.

Endlich zieht ein Sturm auf - Lewandowski hat einen Ersatz

Niemand wagte es sich vorzustellen: Borussia Dortmund zieht ins Finale der Champions League ein und eine Woche vorher verletzt sich Robert Lewandowski. Der absolute Ausnahmestürmer schoss zwar bemerkenswert viele Tore für den BVB in der letzten Saison, hat sich noch einmal gesteigert und den Schritt zum Weltstar gemacht, trotzdem war er der einzige Stürmer mit Champions-League-Format im Dortmunder Kader.

Julian Schieber hatte letzte Saison sicherlich nicht das Format, um Lewandowski ansatzlos zu ersetzen. Daher rückt er nun auf der Bank einen Platz zurück und muss nun hinter Aubameyang Platz nehmen. Der gabunische Nationalspieler hat seine Knipserqualitäten in Frankreich bereits bewiesen, nun muss er sein Können in einer härteren Liga zeigen. Julian Schieber, sollte er den BVB nicht doch noch verlassen, wird 2013/14 noch härter um Spielzeit kämpfen müssen.

Er ist sicher gesetzt:

Robert Lewandowski


EURE MEINUNG: Was kann dieser Kader in der kommenden Saison erreichen?


Dazugehörig