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Fink forsch: Platz sechs für Hamburger SV realistisch - Seitenhieb gegen Hoeneß

Der Trainer des Bundesliga-Dinos sieht sein Team im Rennen um Europa gut aufgestellt, trotz der Niederlagen im Telekom-Cup.

Hamburg. Hohe Saisonziele, ein "fieser" Wunsch an Sportdirektor Oliver Kreuzer und ein Seitenhieb gegen Uli Hoeneß: Trainer Thorsten Fink vom Bundesligisten Hamburger SV hat sich knapp drei Wochen vor dem Bundesliga-Start gewohnt forsch präsentiert und den sechsten Platz als "realistisches Ziel" bezeichnet. "Wir wissen, dass es sehr schwer wird, aber wer mit dem Druck nicht umgehen kann, ist falsch beim HSV", sagte Fink bei Sky Sport News HD.

Der 45-Jährige rüffelte zudem Bayern-Präsident Hoeneß. "Es äußern sich oft Leute zu unserem Verein, ohne Interna zu kennen. Bei allem Respekt für Uli Hoeneß wäre es manchmal auch angebracht, ruhig zu sein", sagte Fink in einem Interview mit dem Fußball-Magazin 11 Freunde (Donnerstag-Ausgabe). Der HSV-Trainer war mit einer Aussage von Hoeneß aus dem vergangenen Herbst konfrontiert worden, nach der der HSV "der einzige Klub" sei, "der es von der Stadt und vom Umfeld schaffen könnte, langfristig dem FC Bayern ebenbürtig zu sein". Laut Fink liegen jedoch "Welten" zwischen dem HSV und dem Rekordmeister: "Und es wird noch Jahre dauern, bis wir uns wieder annähern."

"Jelavic ein toller Spieler"

Schneller wünscht sich Fink eine Intensivierung des Kontaktes zu Angreifer Nikica Jelavic vom FC Everton. "Jelavic ist ein toller Spieler. Ob das finanziell machbar ist, müssen sie mit Sportdirektor Oliver Kreuzer besprechen", sagte er und ließ durchblicken, dass er Jelavic in seiner Mannschaft haben will. Kreuzer hatte den 27-jährigen Kroaten, der in der abgelaufenen Saison sieben Liga-Treffer für den Premier-League-Klub erzielt hat, als "richtig fiesen Stürmer" bezeichnet: "Er wäre genau der richtige für uns."

Bevor der HSV Jelavic verpflichten kann, muss Kreuzer allerdings den bestehenden Kader verschlanken. Robert Tesche, Gojko Kacar, Slobodan Rajkovic, Paul Scharner und Michael Mancienne stehen weiter auf der Streichliste. Doch bevor einer von ihnen den Verein verlässt, dürfte sich Jacopo Sala (22) vom HSV verabschieden. Der italienische Mittelfeldspieler steht vor einem Wechsel zu Hellas Verona. Sala war 2011 für 100.000 Euro vom FC Chelsea nach Hamburg gekommen, war aber nie mehr als ein Ergänzungsspieler.

Adler auf dem Weg zurück

Nationaltorhüter Rene Adler steht derweil vor dem Comeback. Der 28-Jährige stand am Dienstag nach seiner Knieverletzung erstmals wieder auf dem Trainingsplatz und absolvierte mit Torwarttrainer Ronny Teuber eine 30-minütige Einheit. Fink ist sich nicht sicher, ob es bis zum Pokalspiel bei Schott Jena (4. August) reichen wird. "Wir wissen nicht, ob das schon Sinn macht. Er trainiert teilweise, aber das geht nicht von heute auf morgen. Wir wollen nichts übers Knie brechen."

Adler hatte auf der USA-Reise der DFB-Elf Ende Mai eine Knieprellung und einen Kapseleinriss erlitten. Er musste bereits auf die beiden Trainingslager der Hanseaten in Österreich verzichten und absolvierte eine umfangreiche Reha. Zuletzt hatte der Keeper betont, in der ersten Runde des DFB-Pokals am ersten August-Wochenende wieder zwischen den Pfosten stehen zu wollen. "Das Pokalspiel ist in jedem Fall ein realistisches Ziel", sagte Adler.

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