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Paul Scharner erhebt Vorwürfe gegen die Rothosen. Der aussortierte Profi beklagt seine bislang ausgebliebene Bewährungschance. Der HSV trage zudem Mitschuld an seiner Verletzung.

Hamburg. Paul Scharner und der Hamburger SV - ein einziges Missverständnis? Der Österreicher soll gehen, will aber bleiben. Nicht wegen des Geldes, wie er jetzt betonte, sondern wegen der bislang ausgebliebenen Bewährungschance. Den HSV machte er zudem für seine Verletzung verantwortlich.

"In Hamburg habe ich das Empfinden, kein Vertrauen und keine reelle Chance bekommen zu haben", stellte Scharner im kicker-Interview klar. "Ich habe mich direkt nach meiner Verpflichtung 2012 am Knie verletzt, bei meinem ersten Spiel Gelb-Rot gesehen, dann wurde ich verliehen und jetzt soll ich gehen."

"Ich betone nochmals, dass ich das nicht als reelle Chance empfinde. Und ohne die bekommen zu haben, werde ich nicht freiwillig gehen", sagte der 33-jährige Innenverteidiger trotzig.

Scharner gab sich diesbezüglich selbstbewusst und angriffslustig: "Wenn Qualität, Erfolgswille und Leistung zählen, bin ich sicher, dass meine Chance kommt. Und diese werde ich dann nutzen."

"Hätte in England das Doppelte verdienen können"

Vorwürfe, seinen Vertrag bei den Rothosen auf finanziellen Absichten absitzen zu wollen, tat er als "lächerlich" und "Schwachsinn" ab. "Ich hätte in England das Doppelte verdienen können. Im Mai, nach dem Pokal-Triumph mit Wigan, bot mir der FC Everton einen Dreijahresvertrag an. "

"Aber ich hatte zu diesem Zeitpunkt die Ansage, in Hamburg gehe es für alle bei null los", so der in der Rückrunde zum späteren FA-Cup-Sieger verliehene Scharner, der seinen Muskelfaserriss in der Wade, an dem er derzeit laboriert, als psychosomatische Reaktion auf die als ungerecht empfundene Behandlung durch den HSV schiebt.

"Dass ich die Ansage bekommen habe, mir einen neuen Klub zu suchen und nun verletzt bin, lässt sich nicht voneinander trennen", so der 40-fache österreichische Nationalspieler, der erläuterte: "Das ist für einen Sportler nicht verkraftbar und somit sitzt die Entscheidung des HSV, ohne mich zu planen, in meiner Wade."

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