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Thorsten Fink will mit dem Hamburger SV in der kommenden Saison nach Europa

Thorsten Fink: "Durch Pep Guardiola ist die Liga attraktiver geworden"

Thorsten Fink will mit dem Hamburger SV in der kommenden Saison nach Europa

Getty Images

Der HSV-Trainer sieht in Bayern München erneut den großen Favoriten für die kommende Saison. Zugleich hofft er, dass die Dominanz unter Neu-Trainer Guardiola nachlässt.

Hamburg. HSV-Trainer Thorsten Fink wertet die Verpflichtung Pep Guardiolas durch den FC Bayern als Coup für die gesamte Liga. Allerdings hofft der 45-Jährige darauf, dass die Mannschaft unter dem Spanier die Dominanz des Vorjahres nicht wiederholen kann. Das direkte Aufeinandertreffen beim Telekom Cup wertet Fink nach dem 2:9 aus dem Bundesligaspiel im April als Standortbestimmung.

"Die Bayern gehen als klarer Favorit in die Saison. Viel schlechter werden sie in den vier Wochen Pause wohl kaum geworden sein", sagte der Hamburger Trainer im Interview mit Sport1.

Dass der Triple-Sieger in Pep Guardiola den international erfolgreichsten Vereinstrainer der letzten fünf Jahre verpflichten konnte, ist für Fink "eine tolle Geschichte. Durch Pep ist die Liga wieder ein Stück weit attraktiver geworden." Allerdings hofft der frühere Bayern-Profi, dass die Dominanz des FCB durch den Trainerwechsel ein wenig nachlässt: "Die Bayern waren mir in der vergangenen Saison schon gut genug."

Defensive muss zulegen

Vor dem direkten Duell im Halbfinale des Telekom Cups gibt sich Fink allerdings verhalten: "Nach unserem 2:9 vor ein paar Monaten erzähle ich nichts von großen Chancen. Ich gehe aber davon aus, dass wir in der Defensive deutlich stabiler sein werden."

Insgesamt sieht der HSV-Trainer seine Mannschaft nach den Eindrücken der Vorbereitung auf einem guten Weg: "In den Testspielen gegen den FC Kopenhagen und RSC Anderlecht hat die Mannschaft schon viele Dinge gut umgesetzt, die wir vorher im Training erarbeitet haben. Trotzdem ist in allen Bereichen noch Luft nach oben." Gegen Bayern München erwartet der Trainer nun "eine richtige Standortbestimmung".

Europa League bleibt das Ziel

Finks Vorgabe für die neue Saison bleibt ein Platz unter den ersten Sechs: "Wir können uns doch nach dem siebten Platz in der Vorsaison schlecht hinstellen und erzählen, dass wir uns jetzt gern auf Platz acht oder neun konsolidieren wollen."

Für die nötige defensive Stabilität sollen dabei die neuen Innenverteidiger Johan Djourou und Lasse Sobiech sorgen, denen Fink ein positives Zwischenfazit ausstellt: "Johan fehlte ja bislang leider verletzt. Als Typ ist er aber auf jeden Fall ein Gewinn. Er wird die Mannschaft nach seiner Genesung auch auf dem Platz weiter bringen." Den 22-jährigen Sobiech nennt Fink "so abgezockt, als sei er seit Jahren dabei."

Der Hamburger SV hat sich zuletzt in der Saison 2008/09 für die Europa League qualifiziert. In der Saison 2011/12 entging das Bundesliga-Gründungsmitglied nur knapp dem ersten Abstieg der Vereinsgeschichte.

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