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Der FIFA-Präsident spricht den Münchnern in sportlicher wie in wirtschaftlicher Hinsicht eine Vorbildrolle für den Klubfußball zu. Mit Spannung sieht er der Ära Guardiola entgegen.

München. FIFA-Präsident Sepp Blatter hält die abgelaufene Saison von Bayern München für eine einmalige Erfolgsgeschichte im Weltfußball. Neben den sportlichen Erfolgen rühmte der 77-Jährige den FC Bayern auch als Vorbild für andere Klubs. Der Ära des neuen Trainers Pep Guardiola sieht Blatter mit Spannung entgegen.

"Ich bin ja nun schon viele Jahre bei der FIFA und habe schon einige Saisons erlebt. Aber das, was der FC Bayern im vergangenen Jahr geleistet hat, das war einfach großartig", sagte Blatter im Interview mit der Münchner tz.

Dem Schweizer imponierten dabei "nicht nur die Erfolge, auch die Art und Weise. Das war ja nicht nur erfolgreicher Fußball, das war vor allem auch spielerisch schöner Fußball." Lediglich im Champions-League-Finale gegen Borussia Dortmund sah Blatter die Münchner nicht ganz auf der Höhe: "Da waren sie einen kurzen Moment verunsichert, ansonsten waren sie sehr stark und auch sehr dominant."

Guardiola vor schwieriger Aufgabe

Angesichts der Bayern-Dominanz unter Jupp Heynckes habe auch er sich die Frage gestellt, was dessen Nachfolger Pep Guardiola noch besser machen könnte. Blatters Erkenntnis: "Es wird schwierig. Guardiola hat ein anderes Spielsystem. Aber ob dieses andere System auch funktioniert, muss sich noch zeigen."

Unabhängig davon hält der FIFA-Präsident den Katalanen jedoch für einen "sehr, sehr guten Trainer mit einer sehr, sehr guten Mannschaft." Blatter sieht daher auch ein Luxusproblem auf den FC Bayern zukommen: "Wen lässt Guardiola im Mittelfeld spielen? Da hat er so viel Qualität, dass sogar die Frage gestellt wird: Hat Bastian Schweinsteiger noch einen Platz? Das ist wirklich erstaunlich."

Blatter prognostiziert große Bayern-Zukunft

Mittel- und langfristig sieht Blatter den FC Bayern unabhängig von der Entwicklung der kommenden Monate exzellent aufgestellt: "Wenn ich mir alleine dieses wunderschöne Stadion, die Allianz Arena, ansehe: Die ist ja immer ausverkauft. Bayern hat so viele Fans, das ist großartig."

Überhaupt schreibt der Schweizer der Bundesliga im Allgemeinen und dem FC Bayern im Besonderen eine Vorbildfunktion zu: "Bayern ist wirtschaftlich vollkommen gesund, es spielen viele große Spieler in der Mannschaft und sie haben auch international Erfolg. Auch wie die gesamte Liga geführt wird, wie die Klubs kontrolliert werden. Da kann ich nur sagen: Chapeau!"

Blatter gehört seit 1975 der FIFA an. Zunächst arbeitete er als Direktor der FIFA-Entwicklungsprogramme, später als Generalsekretär. Seit 1998 ist der 77-Jährige der Präsident des größten Einzelsportverbands der Welt.

EURE MEINUNG: Wird Bayern in Zukunft alles dominieren?

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