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Der erste Härtetest steht an: Die Bayern wollen mit Guardiola ein Novum schaffen, die anderen Klubs geben sich aber optimistisch. Nur der BVB will die Münchner noch nicht treffen.

Mönchengladbach. Zum fünften Mal bittet die Telekom vier Bundesliga-Teams zum Saison-Vorbereitungsturnier. Beim am 20. und 21. Juli im Gladbacher Borussia Park ausgetragenen Telekom Cup treten neben Borussia Mönchengladbach der Hamburger SV, Borussia Dortmund und der FC Bayern München an. Während sich viel auf den neuen Bayern-Trainer Pep Guardiola fokussiert, geben sich die Gegner selbstbewusst.

Telekom Cup fehlt den Bayern noch

Dabei könnte der Spanier mit dem Triple-Sieger zum Einstand ein Novum schaffen: Obwohl die Münchner bei allen vier Auflagen des Turniers dabei waren, konnten sie den Cup noch nie gewinnen. "Das werden für uns nochmal zwei wichtige Testspiele, und wenn wir schon mal da sind, wollen wir das Ding auch gewinnen", gibt Mittelfeldspieler Toni Kroos die Marschrichtung vor.

Guardiola kann dabei fast aus dem Vollen schöpfen: Bastian Schweinsteiger absolvierte am Mittwoch, sechs Wochen nach seiner Fersen-OP, erstmals wieder Teile des Mannschaftstrainings, auch Neuzugang Thiago Alcantara trainierte am Mittwoch mit. Die Confed-Cup-Finalisten Javi Martinez, Dante und Luiz Gustavo nahmen am Donnerstag das Training auf. Neuzugang Mario Götze ist dagegen noch keine Option.

Bisher wahrt der Triple-Sieger die weiße Weste aus sechs Siegen in sechs Vorbereitungsspielen (50:2 Tore), der einzige ernsthafte Test war aber gegen den italienischen Zweitligisten Brescia Calcio (3:0). "Jetzt kommen stärkere Gegner auf uns zu", weiß Guardiola. Als erstes wartet am Samstag im Halbfinale (18.30 Uhr) der HSV.

"Duell gegen Bayern braucht man nicht 180 Mal im Jahr"

Dabei hätte es eigentlich gleich am Samstag gegen Borussia Dortmund gehen sollen, doch der BVB bat die Telekom angesichts des Supercup-Endspiels gegen den FC Bayern am 27. Juli um eine Spielplanänderung. "So reizvoll es auch sein mag - dieses Duell gegen die Bayern braucht man nicht 180 Mal im Jahr", begründete BVB-Sportdirektor Michael Zorc im Kicker.

Dortmund bestreitet somit das erste Halbfinale um 16.45 Uhr gegen Gastgeber Gladbach. Bislang präsentiert sich der Champions-League-Finalist in guter Form: In fünf Testspielen gab es fünf Siege, unter anderem wurden der Schweizer Meister FC Basel (3:1) und mit Bursaspor der Vorjahres-Vierte aus der Türkei (4:1) geschlagen. Allerdings muss der BVB ohne den verletzten Neuzugang Henrikh Mkhitaryan auskommen.


Trotz der Änderung ist das Duell mit dem Rivalen aus dem Süden nicht ausgeschlossen: Sollten sowohl Dortmund als auch Bayern ihre Halbfinals gewinnen oder verlieren, stünde das Gipfeltreffen am Sonntag entweder im Spiel um Platz 3 (16.45 Uhr) oder im Finale (18.30 Uhr) an. Gespielt wird an beiden Tagen mit einer Halbzeitlänge von 30 Minuten, bei Remis nach regulärem Spielende geht es direkt ins Elfmeterschießen.

HSV-Coach Fink: "Pep hat den Fußball nicht erfunden"

Im Gegensatz zum BVB freut man sich in Hamburg derweil auf das Spiel gegen den FC Bayern, vor Ehrfurcht erstarren die Hanseaten dabei nicht. "Auch Pep ist nur ein Mensch und hat den Fußball nicht erfunden", betonte Trainer Thorsten Fink. Zuletzt gab es für den HSV fünf Siege in fünf Spielen, darunter auch Erfolge gegen die Landesmeister FC Kopenhagen und RSC Anderlecht.

"Den deutschen Meister zu bezwingen ist sicherlich schwieriger, als gegen den dänischen oder belgischen zu gewinnen. Aber warum sollte uns das nicht gelingen?", fragte Fink. Ähnlich sieht das der Gastgeber. "Pep wird die Bayern auch nicht übers Wasser laufen lassen. Man muss jetzt erst mal arbeiten und dann zeigen, dass die Vorschusslorbeeren gerechtfertigt sind", erklärte Gladbachs Manager Max Eberl im Express.

Bei der Borussia, mit der Offensive um die Neuzugänge Raffael und Max Kruse, steht darüber hinaus ein Youngster im Fokus: Der 17-jährige Mittelfeldspieler Mahmoud Dahoud überzeugte in der Vorbereitung und könnte am Wochenende auch zum Einsatz kommen. "Wir werden mit zwei verschiedenen Teams je 60 Minuten spielen und nur wenig wechseln", kündigte Trainer Lucien Favre an.

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