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Mats Hummels: Patzer im letzten Jahr "unerträglich"

Was seine eigenen Leistungen angeht, ist der Verteidiger mehr als selbstkritisch. In der neuen Saison soll trotzdem alles besser werden und ein neuer Geist im Team herrschen.

Dortmund. Mats Hummels von Borussia Dortmund hat sich selbstkritisch gegenüber seinen Leistungen im vergangenen Jahr geäußert. Auch die Mannschaft müsse ihre Einstellung ändern, um wieder um Titel mitzuspielen. Zu seinen kontroversen Aussagen über das verlorene Champions-League-Endspiel steht der Innenverteidiger.

Er fände es "schön, einer Sache noch ein bisschen länger hinterherlaufen zu müssen", hatte der 24-Jährige der Zeitschrift GQ verraten. Das sieht er immer noch so: "Man braucht Misserfolge, um die Erfolge richtig einschätzen zu können. Und um nicht nachzulassen, weil man mit 24 oder 25 Jahren vielleicht schon das Gefühl hat, all das erreicht zu haben, was man sich immer erhofft hat", erklärte er im Interview mit der WAZ. Nach zwei Meistertiteln und dem DFB-Pokalsieg hätte ein Sieg in der Königsklasse diesen Effekt haben können.

Für einen Titel hat es in der vergangenen Saison nicht gereicht. Dabei war der Nationalspieler auch mit seiner eigenen Leistung nicht zufrieden. "Das war weit unter dem, was ich mir vorstelle, und weit unter dem, was ich realistisch betrachtet zeigen muss", gibt er zu. "Alleine schon die Anzahl der Patzer." Sein Fehler im Champions-League-Halbfinale sei für ihn "unerträglich" gewesen: "Dann will ich mich am liebsten selbst bestrafen."

Keine Kabinettstückchen mehr

In der neuen Saison will man vor allem in der Bundesliga wieder angreifen: "Platz zwei ist ja in Ordnung, aber die Art und Weise hat uns nicht gefallen. Viele unnötige Niederlagen, viele Gegentore, das wollen wir abstellen." Die Defensive müsse sich steigern: "Es braucht keiner wie in der vergangenen Saison meinen, dass wir die Spiele mit ein paar Offensivkabinettstückchen gewinnen."

Durch die Neuverpflichtungen Henrikh Mkhitaryan, Pierre-Emerick Aubameyang und Sokratis habe sich der BVB aber genug verstärkt, um die positive Entwicklung fortzusetzen: "Ohne die Erwartungen jetzt zu hoch schrauben zu wollen glaube ich, dass wir unsere Verluste mehr als kompensieren konnten."

Gespannt auf Bayern

Den großen Rivalen Bayern München beobachtet Hummels ebenfalls aufmerksam. "Es ist interessant, weil alles neu ist, ein prominenter ausländischer Trainer, ein neues Spielsystem", so der Innenverteidiger.

Hummels spielt seit 2009 bei Borussia Dortmund und steht dort noch bis 2017 unter Vertrag. In der abgelaufenen Saison absolvierte der Nationalspieler 42 Pflichtspiele für den BVB, erzielte dabei drei Tore und bereitete vier weitere Treffer vor.

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