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Max Eberl fordert mehr hochqualifizierte Verteidiger als Kreativspieler und setzt dabei auf die deutschen Tugenden. Dante soll dabei als Musterbeispiel dienen.

Gladbach. Borussia Mönchengladbachs Manager Max Eberl blickt nicht nur skeptisch auf die deutschen Abwehrkräfte seiner Fohlen sondern auch auf diejenigen aller Bundesligisten. Deswegen fordert er von den deutschen Nachwuchsleistungszentren einen verstärkten Fokus auf die Ausbildung guter Defensivspieler zu setzen. Die deutschen Tugenden sollen dabei nicht vernachlässigt werden.

"Mit guten Innen- und Außenverteidigern sind wir nicht so reichlich gesegnet wie mit Kreativspielern. Das gilt für Gladbach und andere Vereine", so Eberl im Interview gegenüber dem kicker.

Fokus auf deutsche Tugenden legen

Grundsätzlich bewertet Eberl zwar die Entwicklung im deutschen Nachwuchs als sehr positiv, so soll doch im Defensivbereich erhebliches "Verbesserungspotenzial" herrschen: "Wir sollten das Augenmerk wieder darauf richten, auch gute Defensivspieler zu entwickeln, die die fußballerische Komponente mitbringen, aber auch die notwendige Härte, was Zweikämpfe und Toreverhindern betrifft. Daran wollen wir bei Borussia wieder verstärkt ansetzen", versichert Eberl.

Bei der Ausbildung von Verteidigern soll der Hauptaugenmerk auf "das Elementare" liegen, sprich, auf die "oft zitierten 'deutschen Tugenden'. Körperliche Robustheit, taktisches Geschick, Antizipation zum Beispiel." Der 39-jährige Borussia-Manager bemängelt, dass man sich in den vergangenen Jahren zu sehr "auf die Kreativität" konzentriert habe und betont: "Wir brauchen im Abwehrzentrum nicht immer nur den Quarterback; es muss die Aufgabe bleiben, Tore zu verhindern."

Dante als Vorbild

Einer, der diese deutsche Tugenden sehr gut beherrsche, sei der Brasilianer und Ex-Gladbacher Dante: "Er hat ein gutes Aufbauspiel, ohne dass er die brillanten Bälle spielt. Dante macht es sachlich, einfach - und im Zweikampf ist er unheimlich präsent. Er spielt intelligent, weiß, wohin er zu gehen hat. Und er verfügt über die nötige Kopfballstärke", unterstreicht Eberl.

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