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FC Bayern München im Trainingslager: Jerome Boateng trauert Mario Gomez nach, Matthias Sammer voll des Lobes

Am Mittwoch äußerten sich Jerome Boateng und Sportvorstand Matthias Sammer auf der Pressekonferenz des Deutschen Meisters im italienischen Trentino.

Trentino. Auf der Pressekonferenz im Trainingslager des FC Bayern München standen Jerome Boateng und Matthias Sammer Rede und Antwort. Während der Innenverteidiger über den Abgang von Mario Gomez sprach, nahm Sammer Stellung zur neuen Philosophie unter Trainer Pep Guardiola und mahnt zur Geduld.

Boateng hat Spaß im Training

Im Bezug auf die zukünftige Ausrichtung der Abwehr sagte der deutschen Nationalspieler: "Ich denke, dass wir meistens mit vier Abwehrspielern spielen werden, manchmal aber auch mit drei. Je nachdem, wie wir es dann drauf haben." Bereits jetzt habe er aber ein gutes Gefühl. "Es macht Spaß, im Training neue Dinge umzusetzen."

Bis dato sei die Umstellung auf das neue System mit einer weit auseinanderstehenden Abwehrreihe aber nicht sehr groß. "Es ist nicht viel anders. Klar, wenn da ein Fehler passiert, gibt es sofort Gefahr. Es ist wichtig, dass wir einen guten Spielaufbau haben", so Boateng weiter.

Abschied von Gomez "schon schwer gewesen"

Jedoch ist beim Innenverteidiger derzeit nicht alles eitel Sonnenschein. Mit dem Wechsel von Mario Gomez tut sich Boateng schwer. "Es ist schon schwer gewesen. Mario ist einer meiner besten Freunde - nicht nur im Verein, sondern generell."

Von Gomez' Namensvetter, Mario Götze, ist der 24-Jährige nach den ersten Eindrücken sehr angetan. Zwar sei es ärgerlich, dass er noch nicht mittrainieren könne. "Wenn er fit ist, werden wir aber eine Menge Spaß an ihm haben", versicherte Boateng.

Auch Bayern Nummer 17 ließ sich natürlich einen Kommentar zu seinem neuen Coach entlocken. "Der Trainer ist sehr positiv und versucht seine Philosophie zu vermitteln. Wir arbeiten gut und versuchen, seine Ideen umzusetzen."

Sammer lobt Guardiola

Der Sportvorstand stieß anschließend ins gleiche Horn: "Pep erklärt seine Vorstellungen sehr akribisch und sehr klar. Ich sehe das sehr wohlwollend und positiv", erklärte Sammer angesprochen auf mögliche Probleme der Spieler mit der Systemänderung unter Guardiola. "Die Tradition der Mannschaft und des FCB trifft auf Peps Ideen. Er vermittelt uns aktuelll, wie er Fußball spielen lassen möchte. Daran arbeiten wir." Sammer selbst stehe Guardiola dabei mit Rat und Tat zur Seite, "aber er ist der Trainer und muss die Entscheidungen treffen."

Zugleich nahm Sammer aber Druck vom 42-Jährigen: "Wir reden von einem Prozess, der eine Veränderung mit sich bringt." Auf diesem Qualitätsniveau, auf dem man sich befinde, müsse man ein bisschen Geduld mitbringen. "Wir müssen dazu bereit sein und es leben, wenn eine problematische Situation eintritt."

Götze und Schweinsteiger im Soll

Zu den Gesundheitszuständen der aktuell noch verletzten Mario Götze und Bastian Schweinsteiger urteilte Sammer, dass der Neuzugang von Borussia Dortmund ins Lauftraining eingestiegen ist und voll im Plan liege. "Der Termin zum ersten Punktspiel scheint realistisch."

Schweinsteiger soll schon ab nächster Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Auch er sei auf einem guten Weg. "Das sind zwei sehr erfreuliche Nachrichten."

Den Wechsel von Gomez zum AC Florenz bewertete der gebürtige Dresdner trocken: "Man muss dazu die Details der Gespräche kennen, das ist aber nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Bayern hat akzeptiert, dass er gehen möchte. Es waren korrekte und normale Gespräche. Diese Lösung ist für alle Beteiligten das Beste."

Einen Kommentar zur Konkurrenz aus Dortmund ließ sich Sammer ebenfalls nicht nehmen. "Ich kenne die neuen Spieler gut genug, um zu sagen, dass das interessante Spieler für den BVB und die Bundesliga sind. Man kann Dortmund nur zu den Spielern gratulieren."

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