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Der österreichische Verteidiger äußerte sich als erster Werder-Profi kritisch über die Zeit unter Thomas Schaaf.

Bremen. Rund zwei Monate nach der Demission von Thomas Schaaf bei Werder Bremen hat sich erstmals ein Profi der Grün-Weißen kritisch über den früheren Meistertrainer geäußert. Verteidiger Sebastian Prödl beklagte mangelndes Vertrauen seitens des langjährigen Coachs und hofft, unter dessen Nachfolger Robin Dutt eine Führungsrolle zu erhalten.

Prödl hofft auf mehr Vertrauen

"Es sind ein paar Aktionen passiert, die für mich schwer nachzuvollziehen waren. Für den Trainer waren sie nachvollziehbar", sagte Prödl der Kreiszeitung Syke. "Deshalb sage ich, dass es wichtig ist, in seiner Karriere unter mehreren Trainern gespielt zu haben. Und natürlich hoffe ich, dass sich durch den Trainerwechsel für mich etwas ändert", so der 26-Jährige.

Besonders ein Ereignis aus der Vorsaison ist Prödl negativ haften geblieben: "Die frühzeitige Auswechslung gegen Wolfsburg. Das tut keinem Spieler gut." Nach 33 Minuten hatte Schaaf den Innenverteidiger am 30. Spieltag der Vorsaison beim Stand von 0:2 vom Platz genommen. Bremen verlor die Partie mit 0:3.

"Sehe mich in der Rangordnung weit oben"

Weiterhin beklagte Prödl, unter Schaaf nicht das nötige Vertrauen erhalten zu haben. Unter dem neuen Trainer Dutt hofft er nun auf Besserung: "Ich sehe mich in der Rangordnung weit oben. Ich habe die Erfahrung, die Qualität und das Selbstvertrauen."

Prödl konkurriert mit Assani Lukimya, Mateo Pavlovic und Neuzugang Luca Caldirola um einen von zwei Plätzen in der Bremer Innenverteidigung. Der Österreicher, der in seine sechste Saison bei Werder geht, bestritt bislang 100 Bundesligaspiele für die Grün Weißen und erzielte dabei fünf Tore.

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