thumbnail Hallo,

Julian Draxler: "Habe hier alles, was ich brauche"

Julian Draxler wurde von mehreren europäischen Topklubs gejagt, hat sich aber vorerst für einen Verbleib bei Schalke 04 entschieden.

Gelsenkirchen. Julian Draxler hat sich vorerst für sein Herz entschieden und bleibt dem FC Schalke 04 zumindest für die nächste Saison erhalten. Der 19-Jährige hatte mehrere Angebote von europäischen Topklubs und hätte den Verein für festgeschriebene 45 Millionen Euro Ablöse verlassen dürfen. Jetzt will er sich bei Schalke weiterentwickeln, am liebsten auf der Position hinter den Spitzen.

Zu seinem Karriereplan erklärte der Youngster im Kicker: "Der sieht so aus, dass ich mich dieses Jahr auf Schalke noch stärker entwickeln möchte. Ich will dem Schalker Spiel noch mehr meinen Stempel aufdrücken, auch durch meine Position als Nummer zehn. Fest für diese Rolle vorgesehen zu sein, war auch ein Aspekt für meine Entscheidung."

Gleichzeitig betonte er, dass er mit seiner Entscheidung "absolut glücklich" sei: "Ich habe mir alles reichlich durch den Kopf gehen lassen, alle möglichen Szenarien durchgespielt. Doch am Ende war es eine Sache des Herzens und des Bauchgefühls. Ich habe hier alles, was ich brauche."

Ein Wechsel weiter denkbar

Was 2014 passiert, lässt Draxler entspannt auf sich zukommen: "Ich habe auch gelesen, dass ich nächste Saison sicher weg sein soll. Das ist Quatsch. Es ist auf keinen Fall so, dass ich definitiv nur noch ein Jahr bleibe. 2014 ist für mich noch ganz weit weg, ich konzentriere mich jetzt voll auf die neue Spielzeit. Falls dann wieder reizvolle Angebote kommen sollten, setze ich mich hin und werde wieder neu überlegen, was zu dem Zeitpunkt dann das Beste ist."

Des weiteren betonte Draxler, dass auch die WM 2014 in seine Entscheidung mit eingeflossen war: "Ein Jahr vor der WM war es aus meiner Sicht kein idealer Zeitpunkt für einen Wechsel. Auch wenn ich genügend Selbstbewusstsein besitze: Es hätte keine Garantie gegeben, dass ich in einem neuen Klub auch wirklich auf Anhieb regelmäßig spiele."

Letztlich machte Draxler jedoch klar, dass er bei Schalke "auch nicht von Brot und Wasser leben müsste" und der Klub "zu den Großen in Europa" gehöre.

Eine ironische Bemerkung in Bezug auf Schalke-Boss Clemens Tönnies konnte sich das Eigengewächs aber dann doch nicht verkneifen: "Ich habe mich bei ihm gemeldet und ihm mitgeteilt, dass ich bleibe. Ich hoffe, der Chef hat sich auch wirklich darüber gefreut und nicht schon insgeheim auf das Geld gehofft."

Horst Heldt hat gut gearbeitet

Damit es mit der erneuten Champions-League-Qualifiaktion passt, hat sich Schalke 04 nach Draxlers Meinung gut verstärkt. "Horst Heldt hat sehr gute Arbeit geleistet. Er hat tolle Spieler verpflichtet, die zu uns passen. Dazu kommt Co-Trainer Peter Hermann. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir aus diesem Kader und mit diesem Trainerteam etwas richtig Gutes basteln können", so der 19-Jährige.

Zwar sei es für Draxler persönlich "schwer" gewesen wieder ins Training einzusteigen. Man hätte gemerkt, "dass die anderen bei den Passübungen schon eine gute Woche Vorsprung haben." Aber er ist überzeugt, "schnell wieder Anschluss finden" zu können.

Zwischen Platz zwei und vier

"Die Meisterschaft ist wie gewohnt eigentlich an Bayern vergeben. Aber ich bin überzeugt, dass wir Platz zwei, drei, vier angreifen können", sagte Draxler in Bezug auf die Saisonziele bei S04.

Auch mit der gestiegenen Erwartungshaltung an seine eigene Person kommt Draxler anscheinend gut zurecht: "Ich bin mir der Verantwortung bewusst. Ich werde jetzt noch genauer beobachtet und stehe dadurch noch ein Stück stärker unter Druck. Aber ich kann damit umgehen. Und ich bin hier auf Schalke ganz bestimmt nicht der Spieler, an dem jetzt alles hängt. Ich bin sicher, mir wird weiter auch mal ein schwächeres Spiel verziehen."

EURE MEINUNG: Wie lange bleibt Draxler noch bei S04?

Umfrage des Tages

Umfrage: Ölmulti oder Scheich, wer investiert am besten?

Dazugehörig