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Marko Arnautovic und Eljero Elia sollen bei Werder Bremen bleiben. Trainer Robin Dutt will unbedingt mit dem Duo arbeiten. Der Klub geht mit dieser Entscheidung ein Risiko ein.

KOMMENTAR
Von Tim Röhn

Düsseldorf.
Ja, es gibt schon wieder Ärger um Marko Arnautovic, man erfährt es ja automatisch, weil es überall steht. Der österreichische Nationalspieler soll die KFZ-Steuer hinterzogen und einen Strafbefehl nicht akzeptiert haben. Jetzt droht ihm eine Geldbuße in sechsstelliger Höhe.

Für die Verantwortlichen des Bundesligisten Werder Bremen wäre es leicht, sich dieses Thema zunutze zu machen, um zu erklären, warum man künftig nicht mehr auf Arnautovic baut. Es ist nur eine Eskapade von vielen, Trainer Robin Dutt und Sportdirektor Thomas Eichin könnten sagen, dass all das der Konzentration der Mannschaft schaden könnte und damit den sportlichen Erfolg gefährden würde. Der Aufschrei wäre gering, jene Leute, die Arnautovic sehr kritisch sehen, sind auch in Bremen mittlerweile in der Überzahl.

Das neue Führungsduo des Klubs hat sich aber gegen den einfachen Weg entschieden. Eichin und vor allem Dutt wollen dafür sorgen, dass Arnautovic künftig ausschließlich mit Szenen auf dem Fußballplatz für Aufsehen und Schlagzeilen sorgt.

Auch Elia darf bleiben

Werder geht mit seiner Entscheidung pro Arnautovic – in der Causa Eljero Elia wurde der gleiche Beschluss gefasst – ein großes Risiko ein. Vom Umbruch, vom Neuanfang ist die Rede, es wäre nur verständlich gewesen, wenn dabei der Österreicher keine Rolle mehr gespielt hätte und durch einen Verkauf Einnahmen hätten generiert werden können. Dieses Geld hätte der Klub in charakterstärkere Spieler stecken können.

Seit drei Jahren spielt Arnautovic für Werder, die Ablösesumme in Höhe von 6,5 Millionen Euro, die im Sommer 2010 floss, hat er nie gerechtfertigt. Ex-Trainer Thomas Schaaf und Ex-Manager Klaus Allofs haben alles versucht, um den Spieler zu bekehren, aber es ist ihnen nicht gelungen.

Ausgerechnet Dutt, der angesichts seiner Zeit in Leverkusen nicht gerade bekannt dafür ist, mit schwierigen und selbstbewussten Charakteren gut umgehen zu können, soll es nun richten.

Er sagt, er habe schon Mohamadou Idrissou Benehmen beigebracht. Dass Marko Arnautovic allerdings ein anderes Kaliber ist, müssten sie eigentlich auch in Bremen wissen.

EURE MEINUNG: Ist es richtig, dass Werder Arnautovic behält?

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