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Marcus Berg und Goiko Kacar erheben Vorwürfe gegen die Art und Weise ihrer Degradierung beim HSV. Sportchef Oliver Kreuzer bestreitet dies.

Hamburg. Die Kaderplanungen beim Hamburger SV gehen weiter. Die nächsten Streichkandidaten Marcus Berg und Gojko Kacar, erheben allerdings Vorwürfe gegenüber Sportdirektor Oliver Kreuzer. Berg hatte seine Infos nicht mehr mit der ersten Mannschaft trainieren zu dürfen aus der Zeitung, Kacar wurde per Mail von seiner Versetzung in die U-23 informiert.  

Im Hamburger Abendblatt erklärte Berg: "Ich habe in der Zeitung gelesen, dass ich nicht mit der ersten Mannschaft trainieren darf, und das macht mich unzufrieden. Das ist schon amateurhaft vom HSV, aber so ist die Fußball-Welt."

Mit Fink und Kreuzer hat Berg zuletzt nicht mehr gesprochen. Nachdem er von seiner Degradierung in der Zeitung gelesen hatte, bat er Berater Steinar Dietz, ihm alle Gespräche abzunehmen. Berg: "Ich war ein bisschen sauer."

Gleicher Eindruck bei Kacar

Ähnlich erging und ergeht es Goiko Kacar. Der Mittelfeldspieler hat von seiner Versetzung zur U23 nach eigenen Angaben nur per E-Mail erfahren. "Ich bin aber mehr enttäuscht als sauer. Jetzt muss ich sehen, wie es weitergehen kann, mein Berater sieht sich nach einem neuen Club für mich um", sagte der 26-Jährige.

Kreuzer ist sich keiner Schuld bewusst

Sportchef Oliver Kreuzer ist sich trotzdem keiner Schuld bewusst. "Ich kann die Enttäuschung der Jungs verstehen, aber wir haben den Spielern frühzeitig postalisch, per E-Mail und über ihre Berater Bescheid gegeben", sagte der Neu-Hamburger, der zudem mehrfach versucht habe, auch persönlich mit Kacar, Berg und Tesche zu sprechen. Erreicht habe er aber zunächst nur Tesche, der ab Donnerstag in Ochsenzoll mittrainieren muss, sofern er bis dahin keinen neuen Club gefunden hat.

Goals HSV-Korrespondent Daniel Jovanov meint: "Es gibt offenbar ein Kommunikationsproblem, nicht erst seit der Amtsübernahme von Oliver Kreuzer. Doch egal wie man es beim HSV versucht, in der öffentlichen Wahrnehmung macht man es falsch. Dass das Kapitel der drei Betroffenen in Hamburg spätestens in diesem Sommer ein Ende gefunden hätte, war abzusehen. Man muss den Spielern deutlich machen, dass nicht mehr mit ihnen geplant wird. Einzig über das 'wie' lässt sich streiten."

EURE MEINUNG: Was läuft falsch in Hamburg?

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