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Nike-Shirt von Götze: Adidas beschwert sich beim FC Bayern

Nachdem die beiden Neuzugänge Mario Götze und Jan Kirchhoff bei ihrer offiziellen Vorstellung Kleidung des Konkurrenten Nike trugen, hagelt es jetzt Kritik vom Ausrüster.

München. Als der FC Bayern München am Dienstag Mario Götze und Jan Kirchhoff offiziell als Neuzugänge vorstellte, trugen beide Spieler Kleidung ihres Privatsponsors Nike. Bayerns Ausrüster und Anteilseigner Adidas zeigt sich nun äußerst ungehalten. Die Rolle von Nike in der Angelegenheit scheint unklar.

Bei der Präsentation seines neuen Bayern-Trikots mit der Nummer 19 prangte das Nike-Logo auf dem Shirt von Mario Götze. "Die Bilder von der Pressekonferenz mit Mario Götze haben uns negativ überrascht. Vertraglich ist das natürlich nicht zulässig, da es sich um einen offiziellen Termin des Adidas-Partners FC Bayern handelt", sagte Adidas-Sprecher Oliver Brüggen zur Bild.

Der FC Bayern reagierte umgehend, wie Mediendirektor Markus Hörwick in der Abendzeitung München versicherte. Man bedauere den Vorfall und habe sich bereits bei Adidas entschuldigt.

Nike streitet Verantwortung ab

Kirchhoff gab danach an, von seinem Sponsor angewiesen worden zu sein, das T-Shirt zu tragen, Götze-Berater Volker Struth bestätigte das für seinen Schützling ebenfalls. Davon will der amerikanische Konzern aber nichts wissen. "So weit reicht unser Einfluss nicht", dementierte Nike-Sprecher Olaf Markhoff eine offizielle Anweisung an die Spieler.

Adidas ist mit 9,1 Prozent Anteilseigner der FC Bayern AG und offizieller Ausrüster des FC Bayern München. Götze und Kirchhoff stehen dagegen privat bei Nike unter Vertrag und dürfen deshalb auf dem Platz Schuhe des Unternehmens tragen.

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