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Auf Schalke legen die Verantwortlichen den Grundstein für mögliche Erfolge. Trainer Jens Keller steht vor einer Saison, die ihn und den FC Schalke prägen könnte.

Von Hassan Talib Haji

Gelsenkirchen/Donaueschingen. Derzeit weilt der FC Schalke 04 im Trainingslager in Donaueschingen. Dort werden die körperlichen Grundlagen für die kommende Saison geschaffen, ehe es im Anschluss daran ins österreichische Klagenfurt geht, um am taktischen Feinschliff zu werkeln. Auf den Revierklub wartet eine mit viel Spannung geladene Spielzeit. Besonderes Augenmerk genießt dabei Cheftrainer Jens Keller.

Der 42-jährige Coach leitet nun seit mehr als einem halben Jahr das Team der Königsblauen. Manager und Sportvorstand Horst Heldt stimmte mit dem geborenen Stuttgarter die Zusammensetzung des neuen Lizenzspielerkaders ab. Somit beginnt nach der Feuertaufe und großen Drucksituation der abgelaufenen Rückrunde ein neues Kapitel. Jens Keller hat die Chance, etwas zu formen und Horst Heldt legte dafür den Grundstein.

Das Fundament steht

Auf dem Transfermarkt bewegte sich S04 äußerst geschickt und brachte seine Schäfchen bereits ins Trockene. Mit einer großen Portion Weitblick wurden Felipe Santana (27), Christian Clemens (21), Adam Szalai (25) und Leon Goretzka (18) verpflichtet. Ein Rechtsverteidiger wird gesucht, ist aber nicht zwingend notwendig, wie Keller erwähnte. Ziel war es, den Konkurrenzkampf im Team zu schüren und die Qualität der Kaderbreite zu vergrößern, um damit die Mannschaft auf stabilere Beine zu stellen. Die nötige Konstanz, die Schalke 04 in der letzten Saison vermissen ließ, soll gefunden werden.


Chefcoach Jens Keller (l.) mit Co-Trainer Peter Hermann

Jens Keller war in der bisherigen Zeit der agierende Mann. Kommandierend leitete er die Einheiten auf dem Trainingsgelände am Ernst-Kuzorra-Weg. Horst Heldt veränderte allerdings nicht nur den Spielerkader, sondern holte einen weiteren Trainer in die Schaltzentrale der sportlichen Leitung. Vier neue Spieler traten den Gang zum Berger Feld an, doch der wahre Königstransfer ist ein anderer: Triple-Sieger Peter Hermann, ein Vertrauter von Jupp Heynckes, ist neuer Co-Trainer unter Jens Keller. Proaktiv leitet dieser die Einheiten und nimmt Keller viel Arbeit ab. Eine Kombination aus gereifter Erfahrung und facettenreicher Moderne.

Trainerteam im Fokus

Doch zugleich wächst auch die Erwartungshaltung. In der öffentlichen Wahrnehmung wurden die Unternehmungen des DFB-Pokalsiegers von 2011 selbstverständlich registriert. Aufgrund der Ambitionen hat ein Trainer auf Schalke immer auch einen gewissen Druck, Keller weiß das. Der Übungsleiter konnte das Aufgebot und seine Vorstellungen in Absprache mit Horst Heldt gestalten, was gleichzeitig auch die Fähigkeiten Kellers erneut auf die Probe stellen wird. Denn erstmalig kann dieser in der Bundesliga seinen Kader im Hinblick auf eine lange und harte Saison justieren.

Der FC Schalke 04 tanzt auch in der kommenden Spielzeit wieder auf drei Hochzeiten. Angesichts der vielen zu erwartenden Spiele entlarven die unternommenen Schritte die Suche nach nötiger Balance – das Fundament für die erhoffte Konstanz. Jens Keller geht so akribisch wie immer an diese Aufgabe heran und hat nun die Möglichkeit, mehr als nur eine Duftmarke zu setzen.

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