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Tim Wiese, Tobias Weis und sieben weitere Spieler wurden von Trainer Markus Gisdol in die undankbare "Trainingsgruppe 2" degradiert. Eren Derdiyok kritisiert die Entscheidung.

Sinsheim. Ohne seine zehn ausgemusterten Profis hat Fußball-Bundesligist 1899 Hoffenheim die Vorbereitung auf die neue Saison mit einem Leistungs- und Laktattest aufgenommen.

Zehn Spieler in "Trainingsgruppe 2"

Die Kraichgauer hatten am Freitag bekannt gegeben, dass Ex-Nationaltorhüter Tim Wiese, Eren Derdiyok, Matthieu Delpierre, Edson Braafheid, Tobias Weis, Filip Malbasic, Luis Advincula, Afriyie Acquah, Joselu und Matthias Jaissle ab Montag in der sogenannten "Trainingsgruppe 2" in Hoffenheim ihre Einheiten absolvieren und am Sonntag auch nicht mit ins viertägige Trainingslager nach Westerburg reisen.

"Tür ist weiter offen"

Trainer Markus Gisdol machte den aussortierten Spielern aber am Samstag Mut. "Die Tür ist für jeden Spieler weiter offen", sagte Gisdol, der die Entscheidung aber verteidigte: "Wir haben das jetzt so geregelt, um effizient trainieren zu können." Besonders die Ausmusterung von Weis hatte überrascht. Gisdol wollte sich zu seinen Beweggründen nicht weiter äußern. "Ich habe mit jedem Spieler einzeln gesprochen und ihm die Gründe dargelegt", so der 1899-Coach, der den Klub in den Relegationsspielen gegen den 1. FC Kaiserslautern vor dem Abstieg bewahrt hatte.

Derdiyok will kein Buhmann sein

Derdiyok scheint an seiner Degradierung gleichwohl schwer zu schlucken zu haben: "Wir haben alle enttäuscht. Es kann nicht sein, dass ich jetzt der Buhmann bin", sagte der Schweizer bei Sport1.

Gisdol will nach dem glücklichen Klassenerhalt eine weitere Zittersaison vermeiden. "Es macht keinen Sinn, einen Tabellenplatz auszugeben. Wenn wir eine sorgenfreie Saison spielen, haben wir viel erreicht", sagte der Coach und bestätigte die Suche nach Verstärkungen für den Angriff: "Es ist kein Geheimnis, dass uns noch Torgefahr fehlt."

Am Samstag begrüßte der Coach die Neuzugänge Tarik Elyounoussi (Rosenborg Trondheim) und Kevin Akpoguma (Karlsruher SC). Ins Trainingslager werden am Sonntag 20 Profis mitfahren. Der Rest steigt aufgrund von Länderspieleinsätzen erst am 8. Juli in die Vorbereitung auf die am 9. August beginnende Saison ein.

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