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Clemens Tönnies fordert Malocher beim FC Schalke 04

Am heutigen Samstag beginnt die Vollversammlung des FC Schalke 04. Es wird einige hitzige Debatte um Viagogo erwartet. Außerdem steht die Wahl des Aufsichtsrat-Vorsitzenden an.

Gelsenkirchen. Am Samstag um 14 Uhr beginnt die Vollversammlung des FC Schalke 04. Clemens Tönnies wird dabei besonders im Fokus stehen. Er möchte als Aufsichtsrat-Vorsitzender wiedergewählt werden. Dennoch zeigt er sich gelassen und fordert Malocher in der Mannschaft.

Ein Problem gibt es im Verein mit den eigenen Fans. Durch die ständige Viagogo-Debatte scheint das Tischtuch zwischen den Fans und dem Verein zerschnitten. "Wir werden künftig die Fanarbeit professioneller gestalten. Ich sage ganz deutlich: Wir wollen keine Spaltung, so nach dem Motto: Hier sind die Fans und da die anderen Fans, sondern wir sind alle Anhänger dieses Vereins", sagte Tönnies in einem Interview mit den RuhrNachrichten. Der Viagogo-Vertrag bleibe aber dennoch bestehen: "Der Aufsichtsrat ist satzungsmäßig dazu angehalten, die wirtschaftliche Situation des Vereins zu verbessern, haben wir nach intensiver Diskussion und Abwägung zugestimmt."

"Maloche und Schalke gehört zusammen"

Auf Schalke ist die Tradition besonders wichtig. Doch viele Fans kritisieren, dass der Verein kommerzialisiert. Den Vorwurf will sich der Aufsichtsrat-Vorsitzende allerdings nicht gefallen lassen. "Und wenn wir den Anspruch haben, unter den ersten Drei landen zu wollen, gehört dazu auch ein Stück Kommerzialisierung. Das geht das nicht anders. Leider. Schalke, die Knappen, Maloche - das gehört für mich untrennbar zusammen. Aber ich kann doch deswegen nicht am Markt vorbei arbeiten", erklärte Tönnies.

Für Tönnies selbst geht es am Samstag um den eigenen Posten. Er stellt sich erneut zu Wiederwahl, macht sich aber keine Sorgen und kalkuliert auch eine mögliche Niederlage ein: "Ich bin Demokrat und akzeptiere jede Entscheidung. Aber ich mache mir keine Sorgen, dass ich nicht wiedergewählt werde."

Typ Euro-Fighter gesucht

Für die kommende Saison erwartet Tönnies, dass die Mannschaft wieder bis zum Umfallen kämpft und bestätigt, dass darauf auch in der Kaderplanung geachtet wurde. "Charakter und Mentalität stehen für mich an erster Stelle. Dann kommt fußballerisches Talent. Ich möchte mich nicht mehr über Spieler ärgern, die filigran am Ball sind, aber an manchen Tagen keine Lust haben. Wir brauchen Malocher. Wir brauchen wieder Euro-Fighter", forderte der Fleischfabrikant.

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