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Der neue Bayern-Coach will Ribery womöglich als Spielmacher einsetzen. Der Franzose wäre dafür bereit.

München. Franck Ribery hat verraten, dass der neue Trainer Pep Guardiola darüber nachdenkt, den Franzosen in Zukunft beim FC Bayern auf der 10 spielen zu lassen. Ribery wäre dazu bereit.

Ribery als Zehner?

"Er fragte mich, auf welcher Position ich am liebsten spiele und ob ich möglicherweise auf der 10 spielen könnte", wird Ribery, der unter Jupp Heynckes auf der linken Seite agierte, von der französischen Zeitung "L'Equipe" zitiert. Der französische Nationalspieler ist dem nicht abgeneigt. "Ich habe geantwortet, dass ich in der Offensive flexibel einsetzbar bin. Er hat viele Ideen", erklärte der 30-Jährige, der 2007 von Olympique Marseille nach München kam. Noch ist nicht klar, mit welcher Taktik die Bayern unter Guardiola tatsächlich spielen werden. Allerdings hatte der Spanier bei seinem Amtsantritt erklärt, nicht viel am Bayern-System ändern zu wollen.

Knapp 25 Minuten dauerte seine erste Ansprache vor der Mannschaft - und Pep Guardiola beeindruckte die Fußball-Stars von Bayern München gleich. "Das war super. Du spürst sofort, was er machen will. Er wird mich, er wird uns noch besser machen", sagte Franck Ribéry nach dem ersten Kontakt mit dem neuen Trainer des Triple-Gewinners. "Das ist schon beeindruckend, wie er auftritt", ergänzte Nationalspieler Thomas Müller.

Pep, der Pfundskerl

Guardiola, den Präsident Uli Hoeneß als "ganz tollen Kerl" würdigt, hatte die Mannschaft des FC Bayern am Mittwoch erstmals um sich versammelt. "Ich gratuliere Euch zum Triple. Es ist mir eine Ehre, Euch zu trainieren. Ich bin hier, um Euch zu unterstützen. Ich werde Euch helfen, noch ein bisschen besser zu machen", sollen laut Bild-Zeitung die ersten Worte des 42 Jahre alten Spaniers an die Münchner Profis gewesen sein. Guardiola gab seine Anweisungen beim ersten Training am Mittwochabend "zu 80 Prozent" (Müller) auf Deutsch.

Bei der 87-minütigen Einheit sei zwar "nichts dabeigewesen, was wir noch nie gemacht haben", stellte Rückkehrer Toni Kroos fest. Spaß machte es aber trotzdem "sehr viel. Wir haben viel mit dem Ball gemacht", betonte Müller. "Ich denke, er ist ein fantastischer Trainer. Das ist wichtig nach Jupp Heynckes. Er spricht unheimlich gut deutsch", fügte Kroos an.

Auch Zugang Jan Kirchhoff, der von Mainz 05 zum FC Bayern wechselte, war angetan. "Ich bin froh, dass ich gut aufgenommen wurde. Der Trainer ist sehr umgänglich, er kommt auf alle zu", sagte der Abwehrspieler, der auch Guardiolas Vorstellung am Montag aufmerksam verfolgt hatte: "Das war beeindruckend, das zeigt seinen Ehrgeiz."

Superstar Ribéry ist auf jeden Fall überzeugt, "dass er uns neue Dinge beibringen wird". Guardiola habe einen "guten Eindruck" hinterlassen, unterstrich Torwart Manuel Neuer nach der ersten Begegnung: "Wir freuen uns, so einen großen Trainer zu haben." Am Donnerstag stand in der Allianz Arena das zweite Training unter Guardiola an.

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