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Markus Schopp kennt Pep Guardiola aus gemeinsamen Brescia-Zeiten und findet nur lobende Worte. Viel ändern wird Guardiola beim FC Bayern seiner Meinung nach nicht.

München. Der ehemalige Profifußballer Markus Schopp hat seinen früheren Mitspieler Pep Guardiola und dessen Arbeit als Trainer gelobt. Beim FC Bayern München wird Guardiola aber nach dem Triple zunächst nicht viel ändern, glaubt der Österreicher.

"Maximaler Erfolg"

"Er wird den Fußball nicht neu erfinden. Es geht ihm darum, die Mannschaft zu entwickeln und die Spieler von seiner Vision und Spielidee zu überzeugen, sodass der maximale Erfolg dabei rauskommt", erklärte Schopp im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Wichtig sei nach der erfolgreichen Saison vor allem die Motivation der Spieler. Damit habe Guardiola aber keine Probleme: "Wenn er in den letzten Jahren beim FC Barcelona etwas geschafft hat, dann das Feuer immer aufrecht zu erhalten. Er hat jeden in seinen Bann gezogen, jedes Jahr hat er die Mannschaft entwickelt."

"Er hat sich zur Aufgabe gesetzt, die Leute zu begeistern"

Trotzdem glaubt Schopp, dass sein ehemaliger Mitspieler seine Spielidee auf den deutschen Rekordmeister übertragen will. "Mit dem FC Barcelona hat er immer irrsinnig offensiv gespielt. Er hat sich zur Aufgabe gesetzt, die Leute zu begeistern, ihnen eine Show zu bieten, ohne dabei aber das Resultat zu vernachlässigen", sagte der 39-Jährige.

Dass Guardiola seine erste Pressekonferenz in München bereits auf Deutsch hielt, hat Schopp nicht überrascht. Das entspreche dem Charakter des Spaniers: "Wenn Pep etwas angeht, dann macht er das richtig. Er fängt immer zuerst bei sich an, das Maximum herauszuholen."

Guardiola ein "Vorzeigetyp" für Bayern

Für die Erfolge der Vergangenheit sei das aber nicht der entscheidende Faktor gewesen. "Das wahre Geheimnis von Pep liegt aber in ihm selbst, in den eigenen vier Wänden, bei der Ansprache an seine Spieler. Er ist ein sehr intelligenter Mensch und macht sich über viele Kleinigkeiten Gedanken", erklärte Schopp, der den Bayern zur Verpflichtung des Trainers gratulierte: "Fußball ist mittlerweile so ein wichtiges Instrument, da ist es für den Sport nur förderlich, wenn du als Bayern so einen Vorzeigetypen präsentieren kannst."

Der Österreicher, der aktuell Sturm Graz trainiert, spielte von 2001 bis 2005 für Brescia Calcio in Italien, für die Guardiola mit kurzer Unterbrechung von 2001 bis 2003 auflief. Während seiner Trainerausbildung besuchte Schopp den Spanier mehrfach in Barcelona.

EURE MEINUNG: Wie wird Pep Guardiola die Bayern aufstellen?

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