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Die TSG will weiter ausmisten. Neun Stars sollen den Verein aus dem Kraichgau noch verlassen, darunter mehrere Nationalspieler. Zum Problem könnte aber das Geld werden.

Sinsheim. Die TSG 1899 Hoffenheim bastelt weiter an der Kaderverjüngung. Während gleich mehrere Nachwuchsspieler den Sprung in den Profikader schaffen, sollen einige Stars den Klub verlassen. Sechs Abgänge stehen bereits fest.

Nach Sport Bild-Informationen sollen neun weitere folgen. Demnach wurde unter anderem dem degradierten Torhüter Tim Wiese, der noch bis 2016 bei der TSG unter Vertrag steht und bis dahin rund 10,5 Millionen Euro Gehalt verdienen würde, sowie Stürmer Eren Derdiyok (Vertrag bis 2016) und Abwehrspieler Matthieu Delpierre (Vertrag bis 2014) mitgeteilt, dass der Verein ohne sie plant.

Bereits fest stehen die Abgänge von Innenverteidiger Chris, dessen Vertrag aufgelöst wurde, und Mittelfeldspieler Daniel Williams, der für rund 2 Millionen Euro zum FC Reading wechselt. Die ausgeliehenen Takashi Usami, Heurelho Gomes, Patrick Ochs und Igor de Camargo kehren zu ihren Stammvereinen zurück.

Darüber hinaus sollen auch Edson Braafheid und Stephan Schröck sowie Stürmer Joselu keine Zukunft bei der TSG haben. Hoffenheims Manager Alexander Rosen betonte in der Sport Bild allerdings: "Wir werden verantwortungsvoll mit jedem einzelnen Spieler umgehen. Und wir werden uns sicher keine Option verschließen, sofern am Ende eine für alle Seiten befriedigende Lösung dabei heraus kommt."

Problem: Hohe Gehälter der TSG-Profis

Zum Knackpunkt könnte das Gehalt der Spieler werden. Die Kraichgauer sollen den Spielern erklärt haben, dass sie im Falle eines Wechsels keinen Gehaltsausgleich zahlen wollen, wenn die Spieler bei ihrem neuen Verein weniger verdienen. Dadurch soll unter anderem das Leihgeschäft von Eren Derdiyok zum HSV geplatzt sein.

Auch wenn sie eine Freigabe erhalten haben, dürfen die Spieler laut Rosen weiter am regulären Training teilnehmen: "Selbstverständlich werden alle Spieler, die einen gültigen Arbeitsvertrag haben, eine professionelle Vorbereitung durchlaufen." Ob die abzugebenden Spieler am Trainingslager teilnehmen, sei dagegen die Entscheidung des Trainerteams.

Fokus auf den Nachwuchs

Künftig sollen dann junge Spieler, im Idealfall aus der eigenen Jugend, die teuren Stars ersetzen. Mit den Abwehrspielern Niklas Süle, Patrick Schorr, Jeremy Toljan und Robin Szarka sowie Mittelfeldspieler Andreas Ludwig sollen mindestens fünf Spieler aus dem Nachwuchs dauerhaft zu den Profis aufrücken.

"Diesen Weg haben wir bereits zum Saisonende hin sichtbar bestritten. Die fünf Spieler, die wir damals aus dem eigenen Nachwuchs in den Profi-Kader hochgezogen hatten, werden dort verbleiben", bestätigte Rosen. Gleichzeitig stellte der Hoffenheimer Manager klar: "Wir wollen einen Jugendstil, keinen Jugendwahn."

In der vergangenen Saison hatte sich Hoffenheim erst in der Relegation gegen den ersten 1. FC Kaiserslautern (3:1, 2:1) durchgesetzt. Das Durchschnittsalter der Startelf lag bereits damals bei nur rund 24 Jahren.

EURE MEINUNG: Hoffenheim im Umbruch - ist das der richtige Weg für die Kraichgauer?

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