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Zwei Wochen vor dem Trainingsauftakt warten die Fans von Borussia Dortmund weiterhin auf die versprochenen spektakulären Verstärkungen.

Dortmund. Kampfansagen, große Versprechungen, viele Spekulationen - aber noch keine Erfolgsmeldung: Neun Tage vor dem Trainingsauftakt sucht Fußball-Vizemeister Borussia Dortmund noch immer seinen Superstar. Fest steht bisher nur der Verbleib von Torjäger Robert Lewandowski und als bisher einziger Zugang der Grieche Sokratis. Ein Ersatz für den für 37 Millionen Euro zum Erzrivalen Bayern München abgewanderten Mario Götze ist hingegen noch immer nicht gefunden.

Bislang müssen sich die Borussen an ihren vollmundigen Ankündigungen messen lassen. "Mario Götze ist sicherlich ein Verlust, aber wir werden diesen ausgleichen. Die Bundesliga wird sich wundern, in welcher Höhe wir bereit und in der Lage sind, Investitionen zu tätigen - ohne Schulden aufzunehmen. Und das auch im Hinblick darauf, den Zweikampf an der Spitze so spannend wie möglich zu gestalten", sagte Reinhard Rauball, in Personalunion BVB- und Ligapräsident, in einem Interview des SID.

Dortmund tritt auf der Stelle

Doch während die Bayern immerhin Götze und am Montag mit großem Brimborium Star-Trainer Pep Guardiola präsentieren konnten, scheint der BVB auf der Stelle zu treten. Die ambitionierten Pläne, den Kader angesichts der Einnahmen von allein über 100 Millionen Euro aus Champions League (70 Millionen Euro) und Götze-Transfer für eine erfolgreiche Zukunft in der Königsklasse in Spitze und Breite zu verstärken, gestalten sich offenbar schwerer als geglaubt.

In diesen Tagen muss der Champions-League-Finalist feststellen, dass mit dem sportlichen Erfolg auch die Ansprüche, die Preise und die Zahl der Mitbewerber für die Wunschspieler steigen. Malagas Isco oder Kevin de Bruyne (FC Chelsea) würden ideal ins Anforderungsprofil für die Götze-Position passen. Isco (21) wird es wohl zu Real Madrid ziehen, de Bruyne muss nach jüngsten Äußerungen von Chelseas Trainer José Mourinho bei den "Blues" bleiben. Die Akte Christian Eriksen (21/Ajax Amsterdam) wurde bereits geschlossen, und der zuletzt ins Spiel gebrachte Miralem Pjanic (AS Rom) steht nach kicker-Informationen nicht einmal auf der BVB-Liste.

Die Ablösesumme für den einen oder anderen Hochkaräter ist ein Aspekt, der andere das Salär. Gehälter von zehn Millionen pro Jahr, wie ihn die Bayern oder andere Spitzenklubs zahlen, hat Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ausgeschlossen. Nur soviel: "Wir werden in der kommenden Saison ein Gehaltsbudget von 67 bis 68 Millionen Euro haben. Das ist sicher schon deutlich mehr als vor zwei, drei Jahren. Aber verglichen mit anderen Teams in Europa ist es nicht viel", sagte der BVB-Boss. In der vergangenen Saison hatten die Dortmunder 48,5 Millionen Euro an Personalkosten angesetzt.

Vertragsverlängerungen zu stark verbesserten Konditionen

Neben den geplanten Verstärkungen standen Vertragsverlängerungen - zu stark verbesserten Konditionen - mit dem Stammpersonal auf dem Plan. Auf dem Zettel von Sportdirektor Micahel Zorc steht inzwischen nur noch Ilkay Gündogan, der derzeit von mehreren europäischen Spitzenklubs wie Real Madrid umworben ist. Doch der Nationalspieler hat sich bereits zum BVB bekannt, die Unterschrift scheint Formsache zu sein.

Was die Neuzugänge angeht, ist der 21-Jährige überzeugt, dass "wir noch mehrere Spieler verpflichten werden und dass die erfahrene sportliche Leitung das bis zum Trainingsauftakt noch hinkriegen wird". Und wenn es bis zum 3. Juli nicht klappt, "wird sicherlich danach der eine oder andere noch dazukommen", sagt Gündogan weiter. "Ich bin da relativ beruhigt und davon überzeugt, dass sie das Team optimal verstärken werden."

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