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Eichin mahnt an der Weser zur Bescheidenheit

Eichin schraubt Ansprüche in Bremen zurück - Erneutes Millionen-Minus

Eichin mahnt an der Weser zur Bescheidenheit

Getty Images

An der Weser muss man in der kommenden Saison kleine Brötchen backen, wie der neue Sportdirektor Thomas Eichin nun in einem Interview betonte.

Bremen. Sportdirektor Thomas Eichin von Werder Bremen hat die Ansprüche bei dem Fußball-Bundesligisten aufgrund der verkorksten Vorsaison und eines erneuten wirtschaftlichen Verlustes in Millionenhöhe heruntergeschraubt.

Ein Schritt zurück

"Es ist gut, dass jetzt alle wieder etwas geerdet wurden und für weniger dankbar sind. Werder muss jedoch weg von diesem Champions-League-Gedanken. Das Denken, dass du weit oben bist und mit den Großen mithalten willst", sagte Eichin in einem Interview mit der Tageszeitung Die Welt, "wir müssen einen Schritt zurückgehen, um wieder zwei Schritte nach vorn zu kommen."

Nach Platz 14 und dem gerade so verhinderten Abstieg wird Werder keine großen Stars verpflichten, um den Anschluss an das gesicherte Mittelfeld der Liga herzustellen. "Wir müssen nicht immer den Supertransfer für fünf Millionen Euro tätigen. Wenn das passt, ist es in Ordnung, aber es gibt genügend Spieler, die großes Potenzial besitzen, aber günstiger sind", sagte Eichin, der in Absprache mit dem neuen Trainer Robin Dutt (48) nach einem Stürmer sowie einem Innenverteidiger fahndet. Ein Verkauf der beiden teuren und in Ungnade gefallenen Stürmer Marko Arnautovic und Eljero Elia aus wirtschaftlichen Gründen sei kein Thema.

Der finanzielle Handlungsspielraum für Eichin ist allerdings begrenzt. Nach dem Rekordminus im vergangenen Geschäftsjahr von knapp 14 Millionen werden die Hanseaten auch in diesem Jahr wieder Verlust machen. Im Gespräch ist ein Minus von acht Millionen Euro.

"Ich nenne keine Zahlen, aber das Minus wird deutlich geringer ausfallen als im Vorjahr", sagte Klaus Filbry (46), Vorsitzender der Werder-Geschäftsführung. Allerdings verfüge der Klub über eine hohe Eigenkapitalquote von über 40 Prozent. "Obwohl wir wirtschaftlich gut aufgestellt sind, müssen wir uns den Gegebenheiten anpassen. Weil wir nicht international vertreten sind, betreiben wir einen Konsolidierungskurs, der noch einige Jahre dauern wird", sagte Filbry.

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