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Der neue Trainer des SV Werder Bremen will keinen Spieler vor einer kompletten Analyse abschreiben und räumt auch den beiden Problemkindern der Norddeutschen neue Chancen ein.

Bremen. Robin Dutt hat zum ersten Mal über seinen neuen Job als Trainer von Werder Bremen gesprochen und sich dabei auch zu Personalien wie Marko Arnautovic oder Neuzugang Cedric Makiadi geäußert.

Schaaf-Ära kein Nachteil

Dass Schaaf 14 Jahre lang Trainer in Bremen war macht es für den neuen Coach nicht einfacher, doch Dutt hat eine ähnliche Situation nach 16 Jahren Volker Finke in Freiburg schon einmal erlebt: "Die Messlatte liegt sehr hoch. Ein Vorteil ist, dass ich fast zeitgleich mit Thomas Eichin anfange. Wir werden als Team wahrgenommen."

Den Schaaf-Stil will Robin Dutt in Bremen nicht komplett abschaffen. "Ich werde Werder nicht auf den Kopf stellen. Thomas Schaaf war lange eine Erfolgsgeschichte in Bremen, es kann also nicht alles falsch sein, was er gemacht hat", so Dutt gegenüber der Bild.

Bremen wird neue Handschrift tragen

Wie das neue Werder Bremen aussehen soll vermochte der gebürtige Kölner noch nicht zu sagen, allerdings solle eine eigene "Werder-Handschrift" erkennbar sein, die ähnlich wie beim BVB erst durch einen längeren Prozess Früchte tragen könnte.

In der Vorbereitung stehen Team-Analyse und Taktik im Vordergrund, vor allem am PC wird sich Dutt jeden Spieler anschauen: "Es gibt Computer-Programme, die beispielsweise alle Szenen von Aaron Hunt aus einem Spiel gegen Dortmund liefern. So kann ich alle Spieler analysieren." - Ein Arbeit, die dem 48-Jährigen nichts ausmacht: "Manchmal sitze ich dabei im Garten, es gibt also Schlimmeres."

Arnautovic & Elia nicht chancenlos

Während Clemens Fritz und Aaron Hunt für Robin Dutt schon jetzt eine wichtige Rolle spielen sollen auch die beiden Problemkinder Marko Arnautovic und Eljero Elia einen Neuanfang starten: "Elia und Arnautovic sind zwei spezielle Gewürze, die einem Gericht gut tun können. Aber nicht jeder Mahlzeit. Wenn wir es gut hinbekommen, bereichern sie jedes Essen."

Vor allem Arnautovic dürfte sich über die Worte seines neuen Trainers freuen. "An einem guten Tag kann Marko eine ganze Abwehr auseinander nehmen. Warum sollte ich negativ herangehen? Ich werde mir ein eigenes Urteil bilden", so Dutt, der noch ergänzt: "In meiner Laufbahn gab es einige schwierige Spieler, die ich hinbekommen habe. Idrissou ist ein gutes Beispiel. Es gab jede Menge Geschichten über ihn, als er nach Freiburg kam. Dann wurde er zum überragenden Mann."

Makiadis Ablöse gerechtfertig

Eine große Rolle könnte auch Neuzugang Cedric Makiadi einnehmen, der zur kommenden Saison für drei Millionen Euro verpflichtet wurde. Eine Summe, die Fragen offen lässt. Dutt ist vom 29-Jährigen überzeugt: "Makiadi ist im besten Fußballalter und hilft uns jetzt die Schritte zu machen, die notwendig sind. Er spielt defensiv wie offensiv, ist ein kluger Kopf, kann ordnen, reden. Er bringt alles mit."

Auf besondere Strenge nach einer schlechten Saison möchte Bremens neuer Mann an der Seitenlinie verzichten. "Ich bin kein Detektiv, der alles kontrolliert. Außerdem ist es doch so: Wenn die Mannschaft nach einem Sieg mal feiern geht, ist das besser für Teamgeist als Regenerations-Training am nächsten Morgen."

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