Watzke lehnt Friedensgipfel mit Bayern ab

Trotz des Zwists um Robert Lewandowski und der Abwerbung von Mario Götze sieht der BVB-Geschäftsführer keinen Anlass für Schlichtungsgespräche mit Bayern München.
Dortmund. Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sieht das Verhältnis zwischen dem BVB und Bayern München durch die Transfer-Querelen um Mario Götze und Robert Lewandowski nicht als vergiftet an. Der 53-Jährige räumte allerdings ein, das Verhalten der Münchner nicht immer gutzuheißen.

"Wir haben ein absolut belastbares Arbeitsverhältnis. Mehr ist doch nicht nötig", äußerte sich Watzke gegenüber Bild zur aktuellen Stimmungslage zwischen dem BVB und Bayern München. Es werde "keinen Friedensgipfel geben", führte der Geschäftsführer aus, weil dazu "keine Notwendigkeit" bestehe.

Allerdings gab Watzke auch zu verstehen, dass er mit dem Vorgehen des nationalen und internationalen Widersachers in der Vergangenheit nicht immer einverstanden gewesen sei: "Ich habe das in den letzten Monaten alles sehr genau registriert."

Freigabe für Klopp nicht mal für den Bundestrainerposten

Derweil sieht Watzke den BVB auch für die Zukunft gut aufgestellt und macht die Kontinuität auf den Führungspositionen als entscheidenden Faktor aus. Möglichen Abwerbungsversuchen gegenüber Trainer Jürgen Klopp erteilte Watzke daher bereits im Voraus eine klare Absage: "Jürgen, Michael Zorc und ich haben uns gemeinsam bis 2016 an Borussia Dortmund gebunden. In der sicheren Erwartung, dass diese Verträge auch eingehalten werden."

Selbst für das Amt des Bundestrainers liege es "außerhalb jeglicher Vorstellungskraft, dass wir Jürgen freigeben", führte der 53-Jährige aus, der sich zudem sicher ist, dass für Joachim Löw so schnell kein Nachfolger gefunden werden muss: "Er wird auch über 2014 hinaus Bundestrainer bleiben."

Sticheleien gegen Schalke

Angesprochen auf die Ankündigung des Erzrivalen Schalke 04, zeitnah am BVB vorbeiziehen zu wollen, meinte Watzke: "Angst habe ich vor Schalke noch nie gehabt." Für ihn sei es nur logisch, "dass sie das Bestreben haben, mal wieder vor uns zu stehen. In den letzten drei Jahren waren die Punktabstände in der Tabelle ja regelmäßig zweistellig".

Allerdings gab der 53-Jährige die Parole aus, dass der BVB nach den zwei Derby-Niederlagen der abgelaufenen Saison im direkten Duell mit den Königsblauen wieder zulegen müssten: "Aufgrund unserer internationalen Erfolge hat das Derby für Schalke vielleicht eine höhere Bedeutung als für uns. Dagegen müssen wir anarbeiten."

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