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Thomas Müller vom FC Bayern München zieht nach dem Triple-Gewinn Bilanz. "Das Ziel" sei es nun, als "erster Verein den Champions-League-Titel zu verteidigen".

München. Thomas Müller hat die abgelaufene Rekord-Saison vom FC Bayern München analysiert. Im Interview zeigte er die verschiedenen Faktoren auf, die für die überragenden Leistungen der Bayern verantwortlich waren. Ausserdem ist er überzeugt, für Pep Guardiola einige "positive Fähigkeiten", zur Verfügung stellen zu können. Ziel sei es jetzt, "als erster Verein den Champions-League-Titel zu verteidigen".

Nach dem Triplegewinn und einer mit Rekorden gespickten Saison ist man beim FC Bayern München absolut zufrieden: "Diese Saison entschädigte für alles. Es war für jeden Spieler der nächste Schritt. Wir haben gespürt, dass wir einen neuen Reifegrad erreicht haben und für die großen Spiele gemacht sind", erklärte Müller im Kicker.

Nachdem in der Saison 2011/2012 dreimal nur Platz zwei herausgesprungen ist, war der Hunger nach Titeln in diesem Jahr natürlich umso größer: "Gier war für mich das Schlagwort des Jahres. Von Anfang an haben wir darüber gesprochen, und am Ende haben wir sie total gestillt", zeigte sich Müller sichtlich erleichtert.



Alle für Einen, Einer für Alle

Besonders die taktische und läuferische Geschlossenheit, auf die Jupp Heynckes in dieser Spielzeit besonderen Wert gelegt hat, war auch für den 23-Jährigen der Schlüssel zum grandiosen Erfolg: "Es geht um das schnelle und gemeinsame Umschalten. Wir haben es einfach kapiert, dass es wirklich hilft, wenn jeder so für das Kollektiv arbeitet: Dass man auf diese Art Spiele gewinnt. Und dann machst du es gerne, wenn du merkst, hoppla, das bringt den Erfolg."

Am Beispiel Franck Ribery könnte man das neue Selbstverständnis des Einzelnen gut veranschaulichen: "Im Spiel gegen Barcelona hat er gegen Dani Alves fast linker Verteidiger gespielt. Das hat Franck super gemacht, und das zeigt die Veränderung: Vor zwei Jahren hätte er vielleicht gesagt, ich bin links vorne und laufe da nicht ganz zurück. Jupp Heynckes hat es immer eingefordert, weil es nur so funktionieren könne."


Wir sind wirklich ein Team

Einen weiteren wesentlichen Aspekt des Erfolges sieht Müller in der mannschaftlichen Geschlossenheit. Erfolge wurden von allen Spielern gleichermaßen gefeiert und man hätte gemerkt, dass auch die Spieler mit weniger Einsatzzeiten wie Anatolji Tymoshchuk, Rafinha oder Claudio Pizarro, sich "aufrichtig gefreut haben", auch wenn sie nicht zum Einsatz kamen.

"Ja, wir waren wirklich ein Team. Der Trainer hat das sehr gut gemacht, dass er auch die bei bester Laune hielt, die nicht so oft zum Einsatz kamen. Vor diesen Spielern habe ich den größten Respekt", betonte Müller.

Barca nicht mehr der haushohe Favorit

Nach den überragenden Leistungen im Halbfinale gegen den FC Barcelona (7:0 aggregiert) entbrannte eine Diskussion über einen möglichen Machtwechsel im europäischen Spitzenfußball. Und auch Müller sieht den FC Barcelona "nicht mehr als den haushohen Favoriten" vergangener Tage.  Die Chancen stünden zukünftig "bei 50:50".

Trotzdem ordnet er das Erreichte sehr selbstbewußt ein: "Wer die Champions League gewonnen hat, ist die Nummer eins. Und wenn Trainer Heynckes sagte, wir spielen besser, erfolgreicher und moderner als Barcelona, dann hat er recht. Wir sind jetzt in der Poleposition."



Hoffe, ich kann Pep überzeugen

In Bezug auf den neuen Trainer bei den Bayern erklärte Müller: "Für mich persönlich hoffe ich, dass ich Pep Guardiola davon überzeugen kann, dass ich der richtige Mann für ihn bin. Ich sehe bei mir schon Fähigkeiten, die ich da positiv einbringen kann."

In dieser Spielzeit gelangen Müller in 56 Spielen 26 Treffer und 21 direkte Torvorlagen und man darf gespannt sein, wie Trainer Pep Guardiola diesen "freien Radikalen" in seinem System unterbringen wird.

EURE MEINUNG: Müller und die Bayern. Wie erfolgreich kann ihre gemeinsame Zukunft werden?

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