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Borussia Dortmund gegen Bayern München: Beginnt der Lewandowski-Poker jetzt erst richtig?

Kein Tag ohne Meldung rund um Robert Lewandowski und seinen möglichen Wechsel an die Isar. Auch das BVB-Veto vom Sonntag dürfte keine endgültige Ruhe bringen.

KOMMENTAR
Von Tim Röhn

Dortmund-Boss Hans-Joachim Watzke hat ein Machtwort gesprochen, so scheint es zumindest. Der Bild-Zeitung sagte er: „Robert Lewandowski wird 2013 definitiv nicht zum FC Bayern München wechseln. Das ist endgültig!“ Als Grund nannte Watzke die Tatsache, dass die Bayern auch Monate nach Beginn des Transfer-Hickhacks immer noch kein schriftliches Angebot für den polnischen Nationalstürmer abgegeben haben.

Ist die Causa Lewandowski damit also abgeschlossen? Vermutlich nicht. Wahrscheinlich ist Watzkes Demonstration der Stärke nur ein weiteres Kapitel in diesem Endlos-Roman um den Wechselwunsch des Angreifers.

LEWANDOWSKiS ZAHLEN ALS PROFI
Klub
Pruszkow (07-08)
Einsätze
34
Tore
21
Lech Posen (08-10) 82 41
Dortmund (10-heute) 139 75
Lewandowski, das hat er in der jüngeren Vergangenheit mehrfach klargemacht, will den BVB in diesem Sommer verlassen. Er ist sich mit dem FC Bayern einig. Wie wird er nun auf das Veto seiner Bosse reagieren? Für den Fall, dass er einen Wutanfall bekommt und öffentlich gegen den eigenen Verein schießt: Wollen und Watzke & Co. Lewandowski auch dann wirklich behalten? Das gilt es zu bezweifeln.

Wahrscheinlicher wäre, dass es in diesem Fall einige Stimmen im Führungsgremium und in der Anhängerschaft der Dortmunder geben würde, die sagen: Gebt ihn halt doch an die Bayern ab! Falls die Ablöse stimmt und sich der Spieler endgültig unbeliebt macht, würde der BVB nicht einmal sein Gesicht verlieren, falls er doch noch umfällt.

Der Verdacht, angesichts der Passivität des FC Bayern sei der Rekordmeister offenbar doch nicht so sehr an Lewandowski interessiert, dürfte sich nicht erhärten. Vielmehr wollen sich die Münchner auf ein Machtspiel mit dem BVB einlassen, und trotz der Watzke-Ansage ist es längst nicht sicher, dass sie das Spiel verlieren.

Fast drei Monate läuft die Transferperiode noch. Die Bayern drohen Mario Gomez zu verlieren, Ersatz muss her. Außerdem wäre es unlogisch, dass sie sich auf einer Lewandowski-Verpflichtung 2014 ausruhen. Es ist nicht abzusehen, wie sich der Stürmer bis dahin entwickelt. Stand jetzt ist er der wohl beste Stürmer der Welt und wäre eine wichtige Verstärkung.

Vor diesem Hintergrund wird der FC Bayern das Machtwort aus Dortmund zur Kenntnis nehmen, sich aber nicht groß darum scheren. Sie werden sich vermutlich weiter und noch intensiver um Lewandowski bemühen. Der Tag der Entscheidung ist noch nicht gekommen.
 

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