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Die Enttäuschung des "Finale dahoam" ist ausgemerzt. Bastian Schweinsteiger und seine Bayern haben im letzten Jahr das Triple gewonnen und der Hunger auf Titel ist weiterhin da.

München. Nach dem Gewinn von Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League will Bastian Schweinsteiger die Erfolge in der kommenden Saison wiederholen. Der Mittelfeldspieler vom FC Bayern München lobte in einem Interview die Entwicklung der Mannschaft nach dem Vorjahresfinale gegen Chelsea und will eine ähnliche Konstanz erreichen, wie der FC Barcelona.

"Mein Titelhunger ist durch das Triple eher größer als kleiner geworden", erklärte Schweinsteiger gegenüber Bild am Sonntag. "Ich spüre schon jetzt eine große Freude auf die kommende Saison. Und ich gehe davon aus, dass noch ein paar Trophäen hinzukommen", so der 28-Jährige.

Besonderer Spirit entstanden

Den größte Antrieb auf dem Weg zum Triumph in der Königsklasse stellte die dramatische Niederlage im Champions-League-Finale 2012 (4:5 n.E.) dar: "Ich kann mich noch genau an die traurigen Gesichter aller Spieler in der Kabine erinnern. In all den Gesprächen danach war etwas Besonderes zu spüren. Da ist ein Spirit entstanden, von dem wir in dieser Saison profitiert haben - und von dem wir in Zukunft noch mehr profitieren werden."

Das Mannschaftsgefüge sei seit diesem Spiel deutlich stärker geworden. "Man kennt sich jetzt noch besser. Es haben sich sportlich und menschlich Mechanismen gebildet. So wie bei Barcelona, die nahezu perfekt auf dem Platz harmonieren. Da greift ein Rad ins andere. Das wird man in Zukunft auch immer mehr beim FC Bayern sehen", so der Mittelfeldspieler.

FC Barcelona immer noch die Nummer eins

Mit Pep Guardiola übernimmt nun der Mann das Traineramt bei den Bayern, der diese Mechanismen bereits beim FC Barcelona perfektionierte. Die Katalanen bezeichnete Schweinsteiger immer noch die "Nummer eins in Europa, weil sie die letzten sechs Jahre auch auf internationalem Level unglaublich konstant waren". Die Münchner hingegen können sich "nach dem Gewinn eines großen Titels nicht sofort hinstellen und sagen: Wir sind jetzt die neue Nummer eins in Europa". Es werde noch "große Duelle zwischen diesen beiden Klubs geben".

Das direkte Aufeinandertreffen im Halbfinale der Champions League konnte der Bundesligist mit 4:0 und 3:0 klar für sich entscheiden. "Im Hinspiel in München gegen Barcelona ist uns Perfektion in Sachen Taktik gelungen. Wir haben von der vorigen zu dieser Saison eine richtig gute Entwicklung gemacht", lobte der 28-Jährige, der die Erfolge vor allem Trainer Jupp Heynckes zuschrieb: "Er war der entscheidende Mann! Jupp Heynckes hat es geschafft, uns als eine echte Mannschaft aufzustellen. Jetzt machen wirklich alle nach vorne und nach hinten mit. Dass vor allem die Offensivspieler sehr viel defensiv gearbeitet haben, war der Schlüssel zum Erfolg."

Zittern gegen Arsenal

Nur einmal musste Schweinsteiger, der sich in der Rückrunde aufgrund einer knöchernen Absprengung am Fersenbein mit "Spritzen und Tabletten" durchkämpfte, in der Königsklasse um das Weiterkommen bangen: "In den letzten fünf Minuten im Achtelfinal-Rückspiel gegen Arsenal. Ab dem 0:2. Da hatte ich Angst, dass wir vielleicht doch noch ausscheiden, unseren Traum wieder nicht verwirklichen. Dieses Gefühl hatte ich ansonsten nie."

Die starke Druckphase von Borussia Dortmund während der ersten 30 Minuten im Endspiel von Wembley konnte daran nichts ändern. "Auch wenn Dortmund in der ersten halben Stunde sehr gut gespielt hat. Aber wir alle wussten auf dem Platz, dass Dortmund in den ersten Minuten sehr viel in Sachen Pressing investieren wird. Außerdem wusste ich, dass wir als Mannschaft extrem gefestigt sind", stellte der Vize-Kapitän klar.

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