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Arjen Robben, hier mit der Champions-League-Trophäe

FC Bayern München: Arjen Robben über Kritik, Wechselgedanken, das Triple und Franck Ribery

Arjen Robben, hier mit der Champions-League-Trophäe

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Lange galt er als die tragische Figur aller Finals, doch nach seinem Treffer in der 89. Minute des Champions-League-Finals ist Arjen Robben der Triple-Held schlechthin.

München. Für alle Fans des FC Bayern München war es wohl eine Szene für die Ewigkeit: Franck Ribery legt den Ball mit der Hacke zurück auf Arjen Robben. Der läuft durch drei Verteidiger und legt einen Kullerball vorbei an Roman Weidenfeller zum 2:1-Endstand in der 89. Minute gegen Borussia Dortmund. Nach dem Triple-Erfolg der Bayern sprach der Niederländer über sein Standing bei den Fans, Wechselgerüchte und "Robbery".

Pfiffe? Robben: "Keine richtigen Fans"

Arjen Robben bekam nach dem Triple viele Reaktionen, auch von Fremden. "Natürlich bekommt man jetzt überall Glückwünsche. Auf der Straße, im Restaurant. Von allen. Du merkst, wie viel die drei Titel den Menschen in München bedeuten." Doch auch die Kritik, die Robben vor einem Jahr entgegenschlug, will und wird er nicht vergessen. "Das war schlimm, es hat mich getroffen. Es gab auch viele, die mich unterstützt haben. Aber die, die mich ausgepfiffen haben, das sind keine richtigen Fans für mich. Als richtiger Fan hält man zu seinem Verein und zu seinen Spielern in guten wie in schlechten Zeiten."

Robben will bei den Bayern bleiben

Wechselgerüchte zu Juventus Turin, Inter Mailand oder Galatasaray Istanbul dementiert Robben zwar, erklärte aber auch die Tücken des Geschäfts. "Nichts ist sicher, das ist ein Geschäft, in dem immer alles passieren kann. Aber damit nicht wieder Spekulationen aufkommen: Ich fühle mich wohl hier, habe Vertrag bis 2015. Im Moment ist es überhaupt kein Thema, dass ich gehe. Es gibt keinen Grund. Mein Plan ist es, zu bleiben", sagte Robben im Interview mit der Bild.

Die Liebe zum Fußball

An ein mögliches Karriereende nach erneuten Verletzungsproblemen in der Hinrunde der abgelaufenen Saison dachte Robben nicht. Es kam zwar "der Gedanke: Wofür mache ich das noch?", aber am Ende ist die Liebe zum Fußballspielen größer, und du kämpfst weiter." Viel Unterstützung erhielt der Nationalspieler aber von seiner Frau, seinen Eltern und seinen drei Kindern: "Wenn sie mich anlächeln, kann ich alle Sorgen vergessen."

Ribery versteht Fußball wie kaum ein anderer

Vor etwas über einem Jahr, beim Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid, kam es zwischen Robben und Ribery zum Eklat in der Kabine: Ribery verpasste Robben in der Halbzeitpause ein Veilchen. "Damals war es schwierig. Ich dachte anfangs, das geht nicht, ich kann nicht mehr mit ihm spielen. Und wir hatten da noch das zweite Halbfinale und das Finale in der Champions League vor uns."

Im Finale gegen Dortmund, knapp über ein Jahr später, spielte Ribery die beiden entscheidenden Pässe auf Robben. "Ich habe Spaß, mit ihm zusammen zu spielen. Denn er versteht Fußball wie kaum ein anderer. In dieser Saison haben wir alles repariert."

Der Kindheitstraum

Zum Schluss spricht der Niederländer über seine Freundschaft zu Wesley Sneijder. "Er hat das Triple 2010 mit Inter geholt, gegen uns im Champions-League-Finale gewonnen. Jetzt haben wir beide das geschafft." Und er erinnert sich an die Jugend zurück: "Wesley und ich sind Freunde, seit wir 14 waren. Es war immer einer unserer Kindheitsträume, die Champions League zu gewinnen – und in letzter Minute das entscheidende Tor zu schießen." Das hat Arjen Robben nun geschafft.

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