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Philipp Lahm: FC Bayern erst am Beginn einer Titel-Ära

Bayerns Kapitän fühlt sich durch das Triple in seinem Führungsstil bestätigt und glaubt, dass er in den nächsten Jahren durch weitere Titel für seine Vereinstreue belohnt wird.

München. "Wir sind die erste deutsche Mannschaft, die das Triple gewonnen hat. Deswegen gehören wir zu Recht in die Geschichtsbücher", sagte Philipp Lahm im Interview mit Bild. Der Kapitän ist jedoch überzeugt, mit seinen Teamkollegen noch weitere glorreiche Kapitel hinzufügen zu können: "Ich habe das Gefühl, dass mit dem Triple eine große Titel-Ära beim FC Bayern erst beginnen könnte."

Lahm sieht eine Konstellation gekommen, die Erfolge auf Jahre hinaus wahrscheinlich macht: "Wir kriegen mit Pep Guardiola erneut einen Top-Trainer. Alle wichtigen Spieler sind in einem super Fußballalter, haben langfristige Verträge."

Bestätigung für Führungsstil

Der Gewinn des Triples bedeutet auch für Lahm persönlich eine besondere Genugtuung: "Der Führungsweg, den ich für richtig erachte, führt doch zum ganz großen Erfolg." Damit habe er eindeutig die Kritiker widerlegt, die behauptet hatten, dass seine "Interpretation der Kapitänsrolle nicht zum ganz großen Triumph führen würde", so der 29-Jährige.

Eine wichtige Rolle in der Rekordsaison 2012/13 schreibt Lahm dabei seinem Co-Kapitän Bastian Schweinsteiger zu: "Definitiv haben wir in dieser Saison so gut wie nie zuvor miteinander gearbeitet." Dass sich die beiden Nationalspieler besser denn je verstünden, habe laut Lahm mit dem verlorenen Champions-League-Finale 2012 zu tun: "Wenn man in so einer niederschmetternden Situation gemeinsam trauert und das Erlebte zu zweit verarbeiten kann, schweißt das zusammen."

Vereinstreue wird belohnt

Aus der heutigen Warte sieht sich Lahm dafür belohnt, 2008 ein Angebot des FC Barcelona ausgeschlagen zu haben. Er habe immer gesehen, dass auch in München die Voraussetzungen für große Triumphe vorhanden seien. Deswegen sei es für ihn "umso schöner, mit meinem Heimatverein Champions-League-Sieger zu werden als mit irgendeinem anderen Verein. Das ist das, was ich immer wollte."

Mit Blick auf die WM 2014 widerspricht Lahm derweil der Behauptung, dass der Druck auf die deutsche Nationalmannschaft durch die Erfolge des FC Bayern und von Borussia Dortmund in der Champions League noch einmal gewachsen sei. Vielmehr sei er der Meinung, dass sich die Ausgangsposition noch verbessert hat, "weil jeder Spieler davon profitiert, in einem Champions-League-Finale gestanden zu haben." Diese Erfahrung bringt jeden einzelnen Nationalspieler weiter, ergänzte Lahm.

Eure Meinung: Steht der FCB am Beginn einer Ära?

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