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Christian Streich vom SC Freiburg über seine mediale Präsenz

Freiburgs Streich über Streich: "Grenzwertige Eitelkeit"

Christian Streich vom SC Freiburg über seine mediale Präsenz

Getty Images

Nach der Traumsaison mit dem SC Freiburg äußert sich Erfolgstrainer Streich über seine mediale Präsenz und die Abgänge einer Leistungsträger.

Freiburg. Trainer Christian Streich hat nach der Traumsaison des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg und dem Wirbel um seine Person Abnutzungserscheinungen eingestanden.

"Das Mediale ist schon extrem. Da hörst du dich ständig selber reden und dann sollst du immer wieder was erzählen. Ich finde es schwierig, mich ständig zu reproduzieren", sagte Streich im Interview mit 11freunde.de: "Da bleibt die Inspiration schnell auf der Strecke."

Mit seiner Mannschaft ins Sinfonieorchester

Anregungen holt sich der 47-Jährige gerne auch mal bei einem Konzert-Besuch. Vor kurzem hatte er mit seinen Profis das SWR-Sinfonieorchester besucht. "90 Musikern zuzuhören, die für einen Auftritt üben, das inspiriert mich. Weil in einem Orchester vieles ähnlich läuft wie bei uns", sagte Streich, der sich durchaus für eitel hält: "Ich schwätze so viel, dass es doch gar nicht anders sein kann. Ein Maß an Eitelkeit, das eigentlich schon grenzwertig ist."

Der gelernte Industriekaufmann hatte die Badener in der abgelaufenen Saison überraschend auf den fünften Tabellenplatz geführt. Damit spielen die Freiburger in der kommenden Spielzeit in der Europa League.

Streich nimmt seinem abwandernden Quartett Daniel Caligiuri (VfL Wolfsburg), Johannes Flum, Jan Rosenthal (beide Eintracht) und Max Kruse (Borussia Mönchengladbach) den Abschied aus Freiburg nicht übel. "Ich kenne ihre Ängste, und sie kennen meine. Deshalb sollen sie gehen, denn Abschied gehört zum Leben. Es ist Begegnung, Treffen und Auseinandergehen", sagte der Coach und versprach: "Jetzt gehen sie halt weg, aber wenn wir uns in 20 Jahren - sollte ich dann noch leben - wiedersehen, dauert es keine drei Minuten, und wir sind wieder auf einem Level."

Gelegenheit zur Muße findet Streich trotz der Hektik des Trainergeschäfts in den eigenen vier Wänden. "Wenn ich nach Hause komme und meinem Sohn die Hände wasche, weil er sich die Spaghetti damit in den Mund gesteckt hat", beschrieb der 47-Jährige seine ganz persönliche Inspiration.

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