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Der DFB-Sportdirektor weist Oliver Kahns Vorwürfe einer Zweiklassenliga zurück. Stattdessen sieht Dutt die Rahmenbedingungen für eine Goldene Generation gegeben.

Frankfurt am Main. DFB-Sportdirektor Robin Dutt sieht die Rahmenbedingungen für eine goldene Generation im deutschen Fußball gegeben. Im Champions-League-Finale zwischen Bayern München und Borussia Dortmund sieht er den Beweis für den Erfolg der deutschen Talentförderung, der jedoch in der gesamten Liga herrsche.

"Es spiegelt die aktuelle Situation wider. Wir haben sehr viele junge talentierte deutsche Fußballer - auch in diesem Finale", erklärte Dutt der tz: "Insgesamt kann man sagen, dass es dem deutschen Fußball sehr, sehr gut geht."
Die positive Entwicklung sei im Talentförderprogramm des DFB und der Verbindlichkeit von Nachwuchszentren für Klubs der Bundesligen begründet, ist der 48-Jährige sicher. "Anfangs hatte jeder Verein zwei, drei Talente, 2006 hatte jeder Verein vielleicht schon zwölf, 15. Nicht nur Bayern und Dortmund, sondern auch kleine Vereine", so Dutt.

Deshalb will der Nachfolger von Matthias Sammer auch nicht von einer Zwei-Klassen-Gesellschaft in der Bundesliga sprechen: "Wenn ich sehe, dass Freiburg beinahe in die Champions-League-Qualifikation gekommen wäre, und der FC Bayern nach drei Jahren wieder die Meisterschaft gewonnen hat, dann ist es zu früh, regulierend einzugreifen." Zuletzt hatten einige Experten betont, die Schere zwischen den Klubs ginge immer weiter auseinander.
"Rahmenbedingungen für Zukunft sehr gut"

Die Zukunft der Nationalelf beurteilt der DFB-Sportdirektor dagegen noch zurückhaltend. "Wir haben zu oft erlebt, dass man aus einem Status quo eine goldene Generation ableitete – und die am Ende doch ohne Titel blieb", so Dutt. Trotz des beruhigenden Realismus gesteht jedoch auch Dutt ein, dass die Perspektiven für die Nationalmannschaft kaum besser sein könnten: "Die Rahmenbedingungen für eine sehr erfolgreiche Zukunft sind sehr gut, das stimmt."

Allerdings würden auch andere Nationen sehr gute Arbeit betreiben, wobei Dutt ihnen sogar hilft. So habe er sich vor kurzem mit Englands Sportdirektor getroffen. "Die wollten wissen, warum wir so eine gute Kommunikation zwischen Verband und Vereinen haben und würden gerne enger mit uns kooperieren", erklärte Dutt, der das Amt des Sportdirektors beim DFB 2012 von Sammer übernahm.

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