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Mit einer beeindruckenden Saisonleistung hat sich der SC Freiburg auf Platz fünf der Bundesliga gespielt. Trainer Christian Streich erhielt nun sogar Lob von Bundestrainer Jogi Löw

Freiburg. Dickes Lob für Freiburgs Erfolgscoach Christian Streich von Bundestrainer Joachim Löw. "Christian Streich muss man ein riesiges Kompliment machen. Er ist für mich einer der besten Trainer in Deutschland. Er hat den Trainer-Job von der Pike auf gelernt. Er hat klare Vorstellungen, wie er Fußball spielen lässt. Das ist seine große Stärke", sagte der 53-Jährige Sport Bild plus. Der Coach des SC Freiburg hatte die Breisgauer in die Europa League geführt.

Auf die Frage, ob Streich nur in Freiburg trainieren könne, meinte Löw: "Das hängt davon ab, ob er überhaupt weg will. Er hat eine ganz hohe Identifikation mit dem SC Freiburg. Wenn man mit ihm redet, dann kann man sich auch vorstellen, dass er zurück an die Basis geht und später wieder die Jugend trainiert. Das ist auch so seine Herzensangelegenheit von ihm. Die Ausbildung von Spielern, sie zu begleiten, damit sie groß werden, auch als Persönlichkeit. Ob er bei einem Verein arbeiten will, wo die Medien eine ganz andere Rolle spielen als in Freiburg, das muss er für sich entscheiden. Aber was die Arbeit mit einer Mannschaft angeht, da kann er überall arbeiten."

Seitenhieb für Kruse

Derweil haben die Freiburger Max Kruse dann doch nicht davonkommen lassen. Als Oliver Sorg und Torwart Oliver Baumann bei der Saisonabschlussfeier am Samstagabend im Stadion an der Dreisam die gut 10.000 Fans zur "Humba" aufrufen sollten, entschieden sich beiden Spaßvögel nach kurzer Beratung lieber breit grinsend für ein (liebevolles) Schmählied.

"Kruse spielt Europa League, auf der PS3 (Playstation, d. Red.) - die ganze Nacht, von zwölf bis acht", hallte es minutenlang dem Neu-Nationalspieler entgegen, der eben nicht den Freiburger Erfolg auskosten und in der kommenden Saison international spielen kann, sondern zum Ligarivalen Borussia Mönchengladbach wechselt.

"Das wird wohl noch seine Fortführung finden", sagte Kruse, der vor dem 1:2 (0:1) gegen Schalke 04 zusammen mit sechs anderen Spielern verabschiedet wurde: "Aber ich sehe das mit einem Lächeln. Ich habe alles gegeben für den Verein, 34 Spieltage lang. Ich bin froh, dass wir als SC das erreicht haben."

Immerhin feierten die Fans den Publikumsliebling dann auch mit "Kruse für Deutschland"-Sprechchören. Bei einem Einsatz während der USA-Reise der Nationalmannschaft könnte der 25-Jährige sein "sensationelles Jahr" noch krönen.

Der Akku ist leer

Streich nahm die zweite Verabschiedung seines Top-Torjägers (11 Treffer) zumindest äußerlich mit Humor und tanzte bei der Hymne des SC auf der Bühne sogar munter mit. "Ich weiß eigentlich nicht, was ich sagen soll", sagte der 47-Jährige ins Stadion-Mikrofon: "Danke, dass ihr uns so unterstützt habt. Und bitte kauft wieder Karten für die nächste Saison, sonst sind wir so allein im Stadion."

Wirklich zum Feiern zumute war dem Coach aber nicht. Sichtlich angefressen ärgerte sich Streich über die Niederlage in dem Spiel, "dass wir nicht hätten verlieren müssen". Im SID-Interview sagte er, "ich bin jetzt ziemlich leer und habe keine Kraft mehr".

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