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Der VFB Stuttgart beendete die schlechteste Rückrunde der Vereinsgeschichte. Im Pokalfinale gegen den FC Bayern München werde man aber "ein anderes Spiel abliefern".

Stuttgart. Der VfB Stuttgart schließt die schlechteste Rückrunde seiner Bundesliga-Geschichte mit einem 2:2 gegen Mainz 05 ab. Alles andere als eine gelungene Generalprobe für das DFB-Pokal-Finale am 1. Juni gegen Bayern München.

Fredi Bobic redete erst gar nicht um den heißen Brei herum. "Das war kein Spiel für die Geschichtsbücher", sagte der Sportvorstand des VfB Stuttgart. In die Geschichtsbücher ganz sicher eingehen wird das aber Spiel am 1. Juni - die Schwaben treffen dann im Finale des DFB-Pokals in Berlin auf den FC Bayern.

Wenn sie aber nicht nur eine Fußnote in der Historie sein, sondern ihren Briefkopf um den neunten großen nationalen Titel in ihrer Vereinsgeschichte erweitern wollen, sollten sie eines nicht: So spielen wie beim 2:2 (2:2) gegen Mainz 05 am letzten Spieltag der Bundesliga.

Hoffen auf Berlin

Zum Kehraus der schlechtesten Rückrunde der Stuttgarter in der Geschichte der Bundesliga sangen ihre Anhänger zwar halb euphorisch, halb trotzig: "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin." Doch was der VfB gegen Mainz da offenbarte, war ziemlich erschreckend.

Schwach in der Defensive, bieder in der Offensive - allein die Aussicht auf das Endspiel diente als Mantel des Schweigens über eine Leistung, die so dürftig war wie viele in dieser Spielzeit. "In Berlin wird es aber ein anderes Spiel mit einem ganz anderen Gegner', sagte Christian Gentner. Stimmt, aber schon gegen Mainz war der VfB überfordert.

Die nahezu komplett umgebauten, dafür aber erstaunlich munteren Mainzer deckten bemerkenswert häufig die Schwächen der Stuttgarter auf. Durch den starken Chinedu Ede gingen sie früh in Führung (16.), gerieten dann durch ein Eigentor von Torhüter Christian Wetklo (22.) und einen leicht gemachten Treffer von Arthur Boka (33.) allerdings selbstverschuldet in Rückstand, ehe der sehr quirlige Nicolai Müller ausgleichen konnte (42.). Dabei blieb es, auch, weil Schiedsrichter Michael Weiner (Giesen) einem Treffer von Vedad Ibisevic (59.) die Anerkennung versagte. Ein Fehler.

Werden ein anderes Spiel abliefern

Der Gegner sei "griffiger" gewesen, "beweglicher", sagte Bobic, und was damit unbeantwortet im Raum stand, war die Frage: Wenn die Mainzer schon so etwas anstellen mit uns, was wird dann erst der FC Bayern mit uns machen? "Wir werden uns gut vorbereiten und ein ganz anderes Spiel abliefern", versprach Torhüter Sven Ulreich, der sich aber, wie alle, erst mal drei Tage frei bekam, ehe die Vorbereitung auf Berlin beginnt.
"Sie sollen den Kopf freibekommen", sagte Bobic. Am Samstag ist noch ein Testspiel anberaumt beim Fünftligisten SSV Reutlingen.

Während der VfB Stuttgart also hofft, eine unbefriedigende Spielzeit in der Bundesliga in Berlin vergessen zu machen, wird es in Mainz nur noch Höhepunkte auf persönlicher Ebene geben. Nicolai Müller etwa darf mit der Nationalmannschaft in die USA, und schon in Stuttgart wirkte er, als beflügele dies seine Karriere. Und dennoch sagte er mit traurigem Blick auch: "Wir haben den Klassenerhalt geschafft, aber es war mehr drin." Das galt für das Spiel ebenso wie für die Rückrunde, die Mainz mit neun Spielen ohne Sieg beendete.

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