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Eine spannende Saison ist vorüber. Wir schauen ganz genau, was bei Eintracht Frankfurt gut lief und wo noch Luft nach oben ist!

ANALYSE
Von Rafael Corradino

Verein: Eintracht Frankfurt
Bundesliga: Platz 6
DFB-Pokal: 1. Runde

Zielsetzung: Für einen Aufsteiger gibt es nur ein Ziel und das heißt Klassenerhalt. Das hatte sich bei den Hessen auch nach der herausragenden Hinrunde nicht geändert. Immer wieder wurde auf die "magischen 40 Punkte" hingewiesen, die nach einem zwischenzeitlichen Tief plötzlich eine ordentlich Hürde darstellten. Eine derartige Entwicklung hatte in Frankfurt niemand erwartet...

LIGA & POKAL

Die Hoffnungen wurden erfüllt, die Erwartungen übertroffen. Frankfurt schied zwar im DFB-Pokal bereits in der ersten Runde aus, versöhnte die Fans dann aber mit einer herausragenden Leistung in der Hinrunde der Bundesliga-Saison 2012/2013. Takashi Inui, Alexander Meier, Sebastian Rode und Co. begeisterten die Massen und fuhren Sieg um Sieg ein. Das spektakuläre 3:3 gegen Meister Borussia Dortmund dürfte so schnell wohl kein Fan der Hessen vergessen. Zum Ende der Hinrunde, vor allem aber zu Beginn der Rückrunde nahmen die Ausrutscher Überhand. Sechs Partien infolge blieb Frankfurt sieglos und verspielte beinahe Europa. Zum Ende der Saison kehrte die Konstanz zurück und so stand dem Europacup nichts mehr im Weg.

Goal-Fazit:
Für eine derart starke Saison als Aufsteiger gibt es von Goal.com natürlich nur Lob. Die Hessen galten zusammen mit einigen Vereinen als Abstiegskandidaten, wussten sich aber von Anfang an zu behaupten. Einen großen Anteil daran hatte Armin Veh, mit dem man sogar über die Saison 2012/2013 hinaus verlängern konnte. Bei den Hessen könnte es durchaus weiter aufwärts gehen...



UNTERHALTUNG

Tore garantiert hieß es in der Hinrunde bei Eintracht Frankfurt! Nur fünfmal blieb es bei einem Spiel der Hessen bei zwei Toren, ansonsten gab es immer drei oder mehr Treffer. Unvergesslich bleibt, wie bereits erwähnt, das 3:3 vor heimischem Publikum gegen Dortmund. Die Partie schien verloren, 0:2 lag Frankfurt zur Pause zurück. Kurz nach Wiederanpfiff folgte der Doppelschlag, bevor die Gastgeber abermals in Rückstand gerieten und dann doch noch zurückkamen. 3:1 gegen Hannover, 4:2 gegen Augsburg, 4:1 gegen Werder Bremen - es war eine unglaubliche Hinrunde. So ansehnlich die erste Hälfte der Saison war, so schwach startete die SGE in die Rückrunde. Plötzlich lief nichts mehr zusammen: Es folgten drei torlose Unentschieden und 3 von 18 möglichen Punkten zum Rückrundenauftakt. Frankfurt fing sich gerade so und lieferte einen versöhnlichen Saisonabschluss.

Goal-Fazit:
Frankfurt lieferte herausragende Unterhaltung mit einem zweimonatigen Wermutstropfen. Für einen Aufsteiger machten die Hessen aber alles richtig. Die vielleicht wichtigsten Fans der Liga wurden nicht nur mit dem Europacup belohnt, sondern auch mit schönen Spielen und vielen Toren. Sie selbst lieferten die passende Stimmung dazu. Frankfurt, das hieß in dieser Saison Unterhaltung pur!

TRANSFERMARKT

Eintracht Frankfurt hatte zur Winterpause mit einigen Verletzten zu kämpfen, löste die Situation aber ordentlich. Ein starker Stürmer wurde allerdings nicht verpflichtet. Srdjan Lakic konnte sich nie gänzlich durchsetzen. Zuletzt forderte er einen Stammplatz, wusste dann aber kaum zu überzeugen. Für den Kroaten reichte es in der gesamten Rückrunde zu vier Bunden. Mit Johannes Flum und Jan Rosenthal wurden schon Transfers für die kommende Saison getätigt, allerdings werden sich die Hessen auch von Sebastian Rode verabschieden müssen. Auch die Zukunft von Pirmin Schwegler und Marco Russ ist noch nicht geklärt. Sportdirektor Bruno Hübner erwartet also eine Menge Arbeit.

Goal-Fazit:
Frankfurt, das bedeutet auch geringe finanzielle Mittel. Armin Veh machte seine Vertragsverlängerung von Transfers abhängig. Er dürfte seine Wünsche für die kommende Saison also erfüllt bekommen, ansonsten hätte er keinen neuen Kontrakt unterschrieben. Frankfurt darf also auf Verstärkung hoffen - und die ist auch bitter nötig, denn der Europacup ist kein Zuckerschlecken und Frankfurt will auch weiterhin erstklassig bleiben.



TRAINER & UMFELD

In Frankfurt gab es zu keinem Zeitpunkt Unruhen. Die Verlängerung des Vertrags von Armin Veh lief weitestgehend hinter den Kulissen ab. Alles rechnete mit einem Wechsel zum FC Schalke 04, aber Vorstandschef Heribert Bruchhagen und Sportdirektor Bruno Hübner konnten den Meister von 2007 von einem neuen Kontrakt und dem Projekt Frankfurt überzeugen.

Goal-Fazit:
Bei den Hessen gab es gar keinen Grund zu Unruhen. Auch die Transfergerüchte um Rode drangen nicht zur Mannschaft durch. Der 22-jährige Mittelfeldspieler machte früh klar, dass er seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern möchte - und damit hatte sich die Sache! Frankfurt hat das vorbildlich gelöst. Man blicke nur mal rüber nach Schalke, was da stattdessen seit Jahren vor sich geht.

DER SCORER
DER RÜCKHALT DER VERLUST


GOAL-FAZIT

Muss abermals betont werden, dass es sich bei Frankfurt um einen Aufsteiger handelt? Schaden kann es nicht, denn bei der Leistung gerät das schnell in Vergessenheit. Wichtig ist, dass die Hessen nun nachbessern und die wahrscheinlichen Abgänge kompensieren. Dann dürfen wir die SGE und ihre wunderbaren Fans noch öfter in der Bundesliga begrüßen.

EURE MEINUNG: Frankfurt wusste zu überraschen - wie geht es weiter mit den Hessen?

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