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Bierhoff sieht die Nationalmannschaft aufgrund des deutschen CL-Finals unter Zugzwang, nimmt aber gleichzeitig Druck von der Mannschaft. Für die USA-Reise rechnet er mit Kritik.

Frankfurt am Main. DFB-Manager Oliver Bierhoff rechnet für die Länderspielreise in die USA nach der Saison mit Kritik, freut sich aber zuvor auf das Champions-League-Finale zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund. In dem Endspiel sieht er keinen Favoriten, rechnet aber in jedem Fall mit einer gestiegenen Erwartungshaltung für die Nationalmannschaft.

"Natürlich setzt der Champions-League-Titel unter Druck"

"Natürlich setzt der Champions-League-Titel für eine deutsche Mannschaft die Nationalmannschaft jetzt unter Druck. Diesen Druck müssen wir annehmen und aushalten - zumal die Nationalmannschaft von dieser erfreulichen Entwicklung profitieren wird. Dafür müssen wir dankbar sein", betonte Bierhoff im Interview mit der Sport Bild.
Einen Favoriten kann er trotz der "beeindruckenden Weise", mit der der FC Bayern in diesem Jahr die Meisterschaft gewonnen habe, nicht ausmachen: "Ich glaube, die Chancen stehen 50:50, in einem Champions-League-Finale ist alles möglich, das hat Dortmund schon in anderen wichtigen Spielen gezeigt, in denen Bayern Favorit war."

Zwar sei Dortmund gegen Bayern zuletzt meistens gut eingestellt gewesen, allerdings müsse man abwarten, "wie es mit der Verletzung von Mario Götze aussieht, denn er ist ein sehr wichtiger Spieler". Götze hatte sich im Halbfinal-Rückspiel bei Real Madrid einen Muskelfaserriss zugezogen, sein Einsatz im Endspiel ist noch ungewiss.
Champions League nicht auf Nationalmannschaft übertragbar

Die Tatsache, dass der FC Bayern den FC Barcelona, sowie Borussia Dortmund Real Madrid im Halbfinale ausgeschaltet haben, hat für den 45-Jährigen aber keine unmittelbaren Konsequenzen auf ein mögliches Duell Deutschlands mit Spanien bei der Weltmeisterschaft in Brasilien: "Man darf nicht vergessen, dass bei Bayern und Dortmund auf wichtigen Positionen Ausländer wie Franck Ribery oder Robert Lewandowski spielen."

Vielmehr hoffe er, "dass wir durch die Erfahrungen bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine mit dem Halbfinal-Aus gegen Italien bei der WM 2014 wieder einen Schritt weiter sind".

Bierhoff rechnet mit Kritik für USA-Reise

Für die USA-Reise nach der Saison, die die Nationalmannschaft aufgrund der Champions League ohne die Spieler des FC Bayern und von Borussia Dortmund antreten muss, weiß Bierhoff bereits, was das DFB-Team erwartet, sollten die Testspiele nicht gewonnen werden: "Natürlich werden wir mit Kritik rechnen müssen, gerade in dieser Phase der großen Begeisterung durch das deutsche Champions-League-Finale."

Die Mannschaft werde aber auch ohne die Nationalspieler aus München und Dortmund "eine gute Qualität haben. Die Spieler, mit denen wir telefoniert haben, und die wir eingeladen haben, waren alle begeistert, dass sie dabei sind". Deutschland trifft während der Reise nach Amerika zunächst in Florida auf Ecuador (29.5.), ehe es in Washington gegen die USA geht (2.6.).

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