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Clemens Tönnies sieht beim FC Schalke seit längerem Probleme, was Identifikation und Einstellung angeht. Für die Spieler fand er vor dem Saisonfinale deshalb klare Worte.

Gelsenkirchen. Für Clemens Tönnies, Aufsichtsratsboss des FC Schalke 04, kam die am Ende der vergangenen Woche verkündete Vertragsverlängerung mit Trainer Jens Keller genau zum richtigen Zeitpunkt. Die am Samstag folgende 1:2-Niederlage gegen den VfB Stuttgart kreidet er der Mannschaft an und wirft den Spielern eine falsche Einstellung vor.

"Die Niederlage gegen Stuttgart müssen in großem Maße die Spieler auf ihre Kappe nehmen", polterte Tönnies gegenüber der Sport Bild. Und weiter: "Wenn sich eine solche Chance bietet, dürfen sie so eine Einstellung nicht an den Tag legen. Die Spieler müssen sich ihrer Verantwortung dem Verein und den Fans gegenüber langsam mal bewusst werden. Wir registrieren schon länger, dass es hier Defizite gibt."

Tönnies: Werden zum Saisonende abrechnen

Die Spieler hätten darüber hinaus "immer mal wieder gezeigt, dass sie sich nicht zu hundert Prozent der Verantwortung bewusst waren, ein Profi auf Schalke zu sein. Jetzt haben sie noch eine Chance in Freiburg. Da erwarte ich komplette Hingabe, Einsatz und den unbedingten Willen, sie zu nutzen. Dann werden wir abrechnen".

Nach der Niederlage gegen Stuttgart steht Schalke nur noch einen Zähler vor dem SC Freiburg. Sollte der Sportclub  das direkte Duell am Samstag gewinnen, würde er an Schalke vorbei auf den Champions-League-Qualifikationsplatz springen.

Verlängerung mit Keller unabhängig vom Saisonfinale

Selbst in diesem Fall würde Tönnies aber die Entscheidung, den Vertrag von Trainer Jens Keller bis 2015 zu verlängern, nicht bereuen: "Unsere Entscheidung ist nicht vom Ausgang der Saison abhängig. Jens Keller war immer unser erster Ansprechpartner - und für ihn haben wir uns nun entschieden."

Tönnies gab zwar zu, sich mit einigen anderen Kandidaten getroffen zu haben, allerdings habe man gleichzeitig die Entwicklung Richtung Keller "von Woche zu Woche immer weiter vorangetrieben".

Ebenfalls langfristig an sich binden konnte der FC Schalke 04 Julian Draxler. Der Mittelfeldspieler verlängerte seinen Kontrakt bis 2018, für Tönnies ein wichtiger Schritt: "Ich habe ein Top-Verhältnis zu Julian. Für ihn war es zu keiner Zeit eine Erwägung, uns zu verlassen. Auch nicht, als der BVB anfragte."


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