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Gut drei Wochen nach dem Autobahn-Vorfall geht Marko Arnautovic in die Offensive. Die Medien würden eine Hetzjagd gegen ihn führen. Doch er zeigt sich auch reumütig.

Bremen. Werder Bremens Punktgewinn zum Klassenerhalt sah Marko Arnautovic nur von der Tribüne aus. Der suspendierte Profi bezog nun im österreichischen Fernsehen detailliert Stellung zum Autobahn-Eklat, dem Image als Skandalprofi und zu seiner Zukunft bei den Hansestädtern.

"Es war eine ganz normale Kontrolle. Wir haben unsere Papiere hergegeben und sind dann ausgestiegen. Da hat der Polizist wohl Angst bekommen", beschrieb Arnautovic im ORF den Vorfall, der sich in der Nacht zum 26. April ereignete.

Arnautovic und Teamkollege Eljero Elia wurden nach ihrem nächtlichen Trip in die Niederlande, wo sie sich nach den Worten des Österreichers mit Freunden ein Fußballspiel angeschaut hätten, vom Verein für den Rest der Saison suspendiert.

"Bei mir wird aus einer Ameise oft ein Elefant gemacht"

"Das war nicht klug. Ich habe mir dabei nichts gedacht, kann aber sagen, dass ich zu Hause auch nicht um neun Uhr am Abend schlafen gehe", rechtfertigte sich Arnautovic und sagte: "Bei mir wird aus einer Ameise oft ein Elefant gemacht." Die Medien würden sich regelrecht auf ihn stürzen, so der 24-Jährige.

"Es ist nicht leicht, das Image zu ändern. Es ist immer leichter, vom guten zum schlechten Image zu kommen als vom schlechten zum guten", erklärte der Österreicher. "Ich mache immer das, was ich in dieser Sekunde machen will. Danach denke ich mir: Warum habe ich nicht nachgedacht? Deswegen ist das alles passiert."

"Nimm mir alles, aber nicht den Ball"

"Das tut mir weh, wenn ich die Mannschaft spielen sehe und ich dabei auf der Tribüne sitzen muss", sagte er zu seiner Suspendierung. "Ich denke mal, dass jeder Fußballer spielen will. Wenn man ihm den Ball wegnimmt, ist das wie der Tod für ihn. Ich habe immer gesagt: Nimm mir alles, aber nicht den Ball"

Arnautovic blickte auch über die laufende Saison hinaus: "Ich habe noch ein Jahr einen Vertrag mit Werder Bremen. Man wird sehen, ich weiß selber nicht, wie meine Zukunft aussieht." Trotzdem betonte er, sich wieder zurückkämpfen zu wollen: "Ich hoffe, dass ich mich wieder mit den Besten messen kann."

In der laufenden Bundesliga-Saison kam der gebürtige Wiener 26 Mal zum Einsatz und lieferte dabei fünf Treffer und acht Torvorlagen ab.

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