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Fortuna Düsseldorf verliert auch gegen den 1. FC Nürnberg und zeigt erneut eine enttäuschende Leistung. Trotzdem hat es der Klub weiter selbst in der Hand, die Liga zu halten.

Düsseldorf. Als die Partie gegen den 1. FC Nürnberg beendet war, begann bei Fortuna Düsseldorf die Zeit der klaren Worte. Die ersten Spieler der Rot-Weißen schlichen noch mit hängenden Köpfen und wortlos durch den Interview-Bereich in die Kabine, dann stellten sich einige ihrer Kollegen und der Manager. Jener Wolf Werner, zuletzt noch optimistisch gestimmt, sprach von einer Leistung, "die keine Hoffnung macht". Er sagte: "Wir müssen uns um 100 Prozent verbessern."

Ein paar Meter entfernt stand Mittelfeldspieler Axel Bellinghausen und erklärte, dass "alles scheiße" und "zum Heulen" sei. Auch Teamkollege Oliver Fink konnte seine Enttäuschung nicht verbergen, richtete den Blick aber schon wieder nach vorne. "Sieg oder Sarg! Wir müssen den Nagel jetzt endlich mal aus dem Sarg hauen", sagte er.

Spielerisch bietet die Fortuna wenig

Es ist verrückt: Obwohl die Düsseldorfer gegen Nürnberg auch ihr zwölftes Pflichtspiel in Serie nicht gewinnen konnten, haben sie es nach der 1:2-Pleite weiter selbst in der Hand, die Klasse zu halten. Der FC Augsburg verlor mit 0:3 beim FC Bayern, die TSG Hoffenheim ging mit 1:4 gegen den Hamburger SV unter; diese Ergebnisse spielten der Fortuna in die Karten. Vor dem letzten Spiel bei Hannover 96 liegt der Klub als 15. fünf Tore vor dem 16. Augsburg.

Auf dem Papier ist also noch nichts verloren, aber der Glaube schwindet in Düsseldorf von Spiel zu Spiel. Im Vergleich zum 1:3 in der Vorwoche bei Eintracht Frankfurt, als die Performance schon erschreckend war, gab es kaum eine Verbesserung. Kämpferisch mag es ein wenig besser gewesen zu sein, aber erstens war die Leidenschaft in der Hinrunde immer noch größer und zweitens läuft spielerisch weiterhin nichts zusammen.

Nürnberg beendet seine Negativ-Serie

Das 1:0 fiel durch ein Eigentor von Hanno Balitsch, ansonsten hatte Düsseldorf nicht eine einzige echte Torchance. Auf der anderen Seite wurde deutlich, warum Innenverteidiger Jens Langeneke wohl keinen neuen Vertrag bei Fortuna bekommen wird. Der 36-Jährige ist mittlerweile schlichtweg zu langsam für die Bundesliga, ließ sich ein ums andere Mal von seinen Gegenspielern ausspielen. Allerdings: Auch seine Teamkollegen machten es kaum besser.

So schafften es die Nürnberger, die zuvor vier Mal in Folge verloren hatten, das Spiel noch zu drehen. Robert Mak nutzte eine Unachtsamkeit in der Düsseldorfer Hintermannschaft zum 1:1, per Freistoß machte Marvin Plattenhardt alles klar.

Bellinghausen gibt nicht auf

Während die Gäste-Fans die restliche Spielzeit für eine große Party nutzten, war bei Fortuna erneut Ernüchterung angesagt. Es gibt nicht viel, was vor dem Finale Hoffnung macht. Trainer Norbert Meier erklärte, er brauche "echte Kerle", um den Bock noch umzustoßen. Die waren am Rhein zuletzt Mangelware.

Weil Augsburg am letzten Spieltag gegen Fürth eindeutig in der Favoritenrolle ist, dürfte Düsseldorf nur mit einem Sieg sicher drin bleiben. Die Devise dafür gab Bellinghausen aus: "Arschbacken zusammenkneifen und weitermachen!"

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