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EXKLUSIV – Die Bundesliga wird immer öfter als stärkste Liga der Welt bezeichnet. Der Schalker Stürmer weiß, in welchen Bereichen die Liga punkten kann.

Gelsenkirchen. Bayern München und Borussia Dortmund haben in der Fußballwelt für Furore gesorgt. Die beiden Bundesliga-Teams setzten sich gegen Barcelona und Real Madrid durch und erreichten das Finale der Champions League. Für Klaas-Jan Huntelaar und seinen FC Schalke 04 war in der "Königsklasse" im Achtelfinale gegen Galatasaray Istanbul Schluss.

"Mit Abstand die Besten"

Auch in der Bundesliga konnte S04 dem Tempo der Bayern und des BVB nicht folgen. Die Münchener sicherten sich schon Anfang April den Titel in der Liga und haben derzeit 20 Punkte Vorsprung auf Dortmund. "Bayern ist der absolut verdiente Meister. Sie sind mit Abstand die Besten in dieser Saison", stellte Huntelaar im exklusiven Interview mit Goal.com fest. "Sie sind noch besser aufeinander abgestimmt als vor einem Jahr. Ihre größte Stärke ist, dass sie kompakt spielen und sich gegenseitig schnell helfen. Es gibt wenige Räume, um durchzukommen", sagte der "Hunter".

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"Talente im Blick"

In dieser Saison setzte sich der FCB gegen S04 mit 2:0 und 4:0 durch. "Sie können jeden kaufen und haben jetzt vor allem deutsche Talente im Blick. Wenn man zur deutschen Nationalmannschaft eingeladen wird und jung ist, dann steht man bei ihnen auf der Wunschliste. Bayern kauft viele Spieler aus der Bundesliga. Ich denke, dass das im Moment die stärkste Liga ist", verteilte Huntelaar ein Kompliment an das deutsche Fußball-Oberhaus.

"Real ist auch nicht Schalke"

Der FC Bayern steht im Champions-League-Finale – und mit Borussia Dortmund auch der große Rivale der Schalker. "Bei Dortmund hatte ich eigentlich erwartet, dass sie sich gegen Real schwerer tun würden. Aber schon im Hinspiel haben sie sich deutlich abgesetzt", sagte Huntelaar. In der Liga siegte Schalke zwei Mal gegen den BVB. "Aber Real ist ja auch nicht Schalke", grinste der Stürmer.

"Es kann komisch laufen"

Die Stärke der Bundesliga ist für ihn die Ausgeglichenheit. "Ich denke, dass alles eng beieinander liegt. Jedes Team ist taktisch gut, das macht jedes Spiel schwer. Wenn man mit Real oder Barca gegen die unteren Mannschaften spielt, werden die manchmal richtig überrollt. Das kommt in Deutschland nicht wirklich vor", erklärt Huntelaar. "In der einen Saison kann es toll laufen für ein Team – und in der nächsten Saison steht auf einmal ein Team wie Werder Bremen, das man normalerweise im Mittelfeld erwartet, auf einmal unten drin. Es kann komisch laufen", fügte der Schalker hinzu.

"Richtig geärgert"

Komisch verlief auch für Huntelaar das zweite Derby gegen Dortmund: Bei einem Zusammenprall mit seinem Torwart Timo Hildebrand verletzte er sich am Knie und fiel mehrere Wochen aus. "Ich habe mich richtig geärgert – auch wegen der Art und Weise, wie es passiert ist. Wütend war ich nicht, denn unser Torwart hat das nicht absichtlich gemacht. Jedenfalls gehe ich davon nicht aus", blickte Huntelaar zurück.

"Vierter wäre ein schöner Abschluss"

Für die Schalker könnte sich mit dem vierten Platz und der Qualifikation zur Vorrunde der Champions League eine turbulente Saison doch noch zum Guten wenden. "Vierter zu werden, wäre für den Verein und mich ein schöner Abschluss der Saison", sagte auch der Niederländer. Vor der Winterpause sah es noch nicht danach aus, denn nach einer Pleiten-Serie musste Trainer Huub Stevens gehen und wurde durch Jens Keller ersetzt.

"In die Augen geschaut"

"Ich habe danach noch mal mit ihm gesprochen", berichtete Huntelaar vom Kontakt mit Stevens. "Alle haben sich für seine Entlassung verantwortlich gefühlt. Und alle haben sich selbst nach seinem Abschied im Spiegel tief in die Augen geschaut", erzählte Huntelaar von den Schuldgefühlen des Teams kurz vor Weihnachten. Das Kapitel ist inzwischen abgeschlossen – und in den kommenden Wochen kann S04 doch noch ein Saisonziel erreichen. "Wir haben nun zwei wichtige Spiele gegen Stuttgart und Freiburg vor uns", freute sich Huntelaar auf das Saison-Finale.

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