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Christian Streich holt sich Jupp Heynckes ins Haus - "Ich darf nicht träumen"

Beim SC Freiburg träumt nur Trainer Christian Streich nach dem 2:0 gegen den FC Ausgburg nicht von Europa. Seinen Vertrag im Breisgau will er alledings diese Woche verlängern.

Freiburg. Christian Streich will noch nicht viele Worte über Fußball-Europa verlieren. Internationales Flair holt sich der Trainer des SC Freiburg aber trotzdem schonmal ins Haus. Als ihn ein betagter Fan nach dem 2:0 (1:0) gegen den FC Augsburg im kleinen Medienraum der Breisgauer bat, ein Foto zu unterschreiben, kam der 47-Jährige dem Wunsch natürlich nach.

Nicht ohne den Anhänger zu bitten, ihm umgehend einen Abzug des großformatigen Bildes zukommen zu lassen, auf dem Streich mit Bayerns Münchens Jupp Heynckes zu sehen ist. Gibt es in diesen Tagen ein besseres Symbol für europäische Sehnsüchte als den "Elder Statesman" von der Isar?

Streich der "Dreamcatcher"?

Zwei Spieltage vor dem Saisonende wird der Traum von der internationalen Bühne für den Tabellensechsten aus dem Breisgau, der drei Punkte und 18 Tore Vorsprung auf den ärgsten Verfolger Hamburger SV hat, immer realistischer. "Da wollen wir hin", sagte der gegen den FCA überragende Freiburger Keeper Oliver Baumann - und meinte die Europa League.

Sein Coach verbietet solche Ansagen längst nicht mehr. "Die Jungs dürfen träumen, ich nicht, sonst fallen wir auf die Nase", meinte Streich, der in der heißen Phase ein Zeichen setzen will. Nachdem er seinen noch bis 2014 laufenden Vertrag bereits per Handschlag um kolportierte zwei Jahre verlängert hat, wird bereits in dieser Woche der schriftliche Vollzug erwartet. Streich, der etwas andere Bundesliga-Trainer, soll auch beim Ligarivalen Schalke 04 auf dem Wunschzettel gestanden, aber abgesagt haben.

Europa-League als Abschiedsgeschenk?

Dass die Zukunft in Freiburg europäisch schimmert, liegt in diesen Tagen auch an den abwandernden Profis wie Jan Rosenthal (zu Eintracht Frankfurt) oder Max Kruse (Borussia Mönchengladbach), der im Duell mit Augsburg seine ganze Klasse zeigte und das 2:0 durch Jonathan Schmid (61.) mustergültig vorbereitete.

"Gerade diese Jungs zeigen, dass sie keinen im Stich lassen wollen und sind sehr fokussiert. Sie haben dem Verein viel zu verdanken. Und sie wissen, dass sie was Besonderes erreichen können", sagte SCF-Kapitän Julian Schuster über das Quartett um Daniel Caligiuri (VfL Wolfsburg) und Johannes Flum (Eintracht Frankfurt).

Streich ("Wir müssen ganz eng zusammenstehen") klagt nicht über die Abwanderungswelle, sondern genießt den Status quo. "Ich freue mich, dass ich mit sozial-intelligenten jungen Menschen arbeiten darf", meinte der kultige Metzgersohn. Am 29. Dezember 2011 hatte er die Breisgauer in höchster Abstiegsnot übernommen.

EURE MEINUNG: Löst der SC das Ticket nach Europa?

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