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Für Franz Beckenbauer ist es ausgeschlossen, dass Uli Hoeneß seine Ämter abgibt, denn der "Kaiser" könne sich einen FC Bayern ohne seinen Macher nicht vorstellen.

München. Franz Beckenbauer kann sich "schlecht vorstellen", dass Uli Hoeneß wegen der Steueraffäre seine Ämter beim deutschen Fußball-Meister Bayern München ruhen lassen wird.

Beckenbauer stünde nicht als Nachfolger bereit

"Einen FC Bayern ohne Uli Hoeneß kann ich mir nicht eine Sekunde lang vorstellen", sagte der Ehrenpräsident der Bayern in der Sendung Sky 90. Auf die Frage, ob er die Ämter von Hoeneß gegebenenfalls übernehmen würde, sagte Beckenbauer: "Ich habe noch keine Sekunde darüber nachgedacht, also stünde ich nicht bereit."

Beckenbauer glaubt derweil nicht, dass die übrigen Aufsichtsratsmitglieder bei ihrer Sitzung am Montag entscheidenden Einfluss auf Hoeneß und die Verhältnisse im Klub nehmen werden. "Es wird niemand von den Aufsichtsräten die Stimme erheben und irgendetwas gegen den Uli sagen. Dazu haben sie viel zu viel Respekt. Wenn es zu irgendeiner Veränderung kommt, dann nur durch Uli Hoeneß selbst. Er ist der einzige, der das entscheidet, das ist sicher", sagte Beckenbauer.



Lässt Hoeneß seine Ämter ruhen?

Laut eines Berichtes des Nachrichtenmagazins Der Spiegel soll Hoeneß von den Aufsichtsräten zu einem vorübergehenden Rückzug als Aufsichtsratschef gedrängt werden. Hoeneß soll demnach nach dem Champions-League-Finale am 25. Mai gegen Borussia Dortmund sein Amt erst einmal ruhen lassen, bis die Affäre umfassend aufgeklärt sei.

Die Großsponsoren der Münchner, schreibt der Spiegel in seiner Montagsausgabe, sollen sich in diesem Punkt einig sein. Sollte die Ermittlungen für Hoeneß glimpflich ausgehen, könne er in sein Amt zurückkehren. Allerdings müsse die Staatsanwaltschaft dazu die Selbstanzeige anerkennen und den Fall samt Nach- und Zuschlagszahlung zu den Akten legen, heißt es. Der Bayern-Boss hat dem Vernehmen nach inzwischen 3,2 Millionen Steuern zurückbezahlt.

Die Konzernchefs Herbert Hainer (Adidas), Martin Winterkorn (VW), Rupert Stadler (Audi) und Timotheus Höttges (Telekom) sollen sich laut Spiegel zunächst auf einen schnelleren Rückzug von Hoeneß verständigt haben. Der Einzug ins Endspiel der Fußball-Königsklasse habe jedoch ein Umdenken bewirkt.

EURE MEINUNG: Könntet Ihr euch ein FC Bayern ohne Hoeneß vorstellen?

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