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Marko Arnautovic ist alles, nur ganz sicher niemand, der nicht auf und neben dem Platz polarisiert. Doch ist das wirklich dramatisch? Braucht der Fußball nicht solche echten Typen?

Bremen. Seine Suspendierung bei Werder Bremen hat Marko Arnautovic noch nicht verarbeitet. Polizei und Medien seien für sein schlechtes Image verantwortlich, so der Österreicher via Facebook und Interview mit news.at. Doch sind es nicht Fußballer mit Ecken und Kanten, die den Fußball sehens- und erlebenswert machen?

Andere Darstellung des Vorfalls durch Arnautovic selbst

Auf seiner offiziellen Facebook-Seite nimmt Arnautovic zu besagter Nacht Stellung und teilt seinen Fans mit: „Nachdem ich nicht so gerne in den Dreck gezogen werde und sich bei meinem PR-Manager Leonhard Pranter die Presse-Anfragen stapeln, schreib ich jetzt mal hier. [Wir] (Bruder Danijel und Eljero Elia, Anmerkung der Redaktion) sind um 11.30 aus Enschede losgefahren, in ein Planquadrat gekommen. [Das] hat ca. 1h30 gebraucht und danach [wurden wir] noch von einer Zivilstreife aufgehalten worden - ca 1h gedauert. [Die] Polizisten hatten kein Messgerät und sagten, wir sind zu schnell gefahren. Die Polizei hat uns nebenbei noch gebeten, sich mit uns fotografieren zu lassen, was ich auch gemacht habe. Dann haben sie uns weiterfahren lassen und die Medien informiert. Wäre das alles nicht passiert, wären wir auch früher zu hause gewesen.“

Arnautovic wird deutlich

Gegenüber news.at hat sich Marko Arnautovic in einem Interview gleichlautend geäußert: „Mein Bruder Danijel, mein Mannschaftskollege Eljero Elia und ich sind aus Enschede, Holland, heimgefahren, wo wir uns im Fernsehen mit ehemaligen Mitspielern das Euroleague-Match Basel gegen Chelsea angeschaut haben. Durch eine Verkehrskontrolle und einen Stau ist es dann später geworden. Kurz vor unserer Autobahnabfahrt in Bremen hat mich eine Zivilpolizeistreife aufgehalten. Die haben behauptet, dass ich 154 Stundenkilometer gefahren bin. Als ich sagte, ich möchte ihre Aufzeichnungen sehen, waren sie wahrscheinlich gekränkt. Dann haben sie alles kontrolliert, Schutzweste, Pannendreieck. Nach einer halben Stunde hieß es dann plötzlich, wir wären eh nur 140 gefahren. Damit haben sich die Beamten schon einmal ins Bein geschossen gefühlt und Verstärkung geholt, und so ging das dann sofort an die Medien weiter. Eh klar.“

Appell an Fans, Medien und Verein – Fußball ist Arnautovics Leben

Auch was seine Zukunft angeht, findet der Bremer klare Worte. „Fußball spielen – das ist mein Leben, auch wenns jetzt leider nur Individualtraining ist. Ich habe meinen Sport Fußball, für den ich alles tue, auch wenns manchmal nicht so gut läuft. Sicher polarisiere ich, aber das werde ich wohl immer - aber lasst mich einfach meinen Job machen. Danke an die Fans, die zu mir halten und danke an die Medien, die nachdenken, bevor sie schreiben“, schreibt Arnautovic auf Facebook.

Arnautovic kommt aber mit dem Bad-Boy-Image klar

Marko Arnautovic scheint jedoch gelernt zu haben, mit dem Image des Bad Boys umzugehen. So sagte er im Interview zu news.at: „Die Leute reden schlecht über mich, natürlich tut das weh. Aber schauen Sie sich den Mario Balotelli an – der hat das schlimmste Image von allen und spielt trotzdem nur bei Top-Klubs. Weil seine Trainer eben nur auf seine spielerischen Qualitäten schauen.“ Spielerische Qualität ist wichtig und zudem ist ja nicht so, dass Typen vom Kaliber eines Arnautovic nicht den besonderen Reiz des Fußball ausmachen würden. Ecken und Kanten sind gefragt. Das erkennt auch der junge Österreicher: „Sobald etwas gut geht, bin ich der Gott von Österreich und Weltklasse. Aber sobald ich ein Feuerzeug auf den Boden fallen lasse, und die Medien sehen das, – dann reden gleich alle von einer Explosion. Da werden Ameisen zu Elefanten aufgeblasen.“

EURE MEINUNG: Wie seht ihr die Situation? Sollte Arnautovic weiter unbeirrt seinen Weg gehen?

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