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Karl-Heinz Rummenigge: Götze wollte eine Ausstiegsklausel

In einem Interview nahm der Bayern-Boss Stellung zu einem möglichen Transfer von Robert Lewandowski, der Kritik am Götze-Transfer und zu Bayern-Präsident Uli Hoeneß.

München. Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hat sich in einem Interview zum Halbfinal-Rückspiel in der Champions League beim FC Barcelona geäußert. Außerdem nahm er Stellung zu einem möglichen Transfer von Robert Lewandowski, der Kritik am Götze-Transfer und zu Bayern-Präsident Uli Hoeneß.

"Ich bin alles andere als entspannt. Die Wiese ist noch nicht gemäht", erklärte Rummenigge gegenüber Bild in Bezug auf das Duell im Camp Nou. "Ich weiß, dass Barcelona noch mal alles versuchen wird. Wir werden eine sehr konzentrierte Leistung abrufen müssen, um unsere gute Ausgangsposition nicht zu gefährden – und ins Finale einzuziehen", so der 57-Jährige.

Einen bereits vollzogenen Machtwechsel in Europa wies Rummenigge zurück: "Barcelona hat über sechs, sieben Jahre Europa dominiert, dreimal in dieser Zeit die Champions League gewonnen. Wir sind mit den ganz großen Klubs dieser Welt nun wieder auf Augenhöhe. Jetzt müssen wir daran arbeiten, dass wir dieses Niveau in den kommenden Jahren stabil halten. Die Qualität dazu haben wir."

Die beste Mannschaft der Welt werden

"Der erneute Einzug ins Champions-League-Finale wäre fantastisch. Wir haben den Traum, die beste Mannschaft der Welt zu werden. Diese Chance haben wir in dieser Saison", schwärmte der Bayern-Vorstand: "Wir sind schon Meister, stehen im Pokalfinale. Wenn wir es auch nach Wembley schaffen, könnten wir das Triple holen. Das ist uns selbst zu Beckenbauer-Müller-Maier-Zeiten nicht geglückt."

Die Kritik an der späten Kontaktaufnahme zu Borussia Dortmund beim Transfer von Mario Götze wies Rummenigge klar zurück: "Die Aufgabe von uns ist es, gute Transfers zu machen, um die Qualität unserer Mannschaft zu steigern. Solange nicht alles unterschrieben ist, kannst du damit nicht hausieren gehen oder einfach anrufen und sagen: Übrigens, wir haben uns mit Mario Götze geeinigt."

Die Aussagen von Mainz-Manager Christian Heidel und Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke führte er hingegen auf eine Verärgerung zurück, die besten Spieler an den FC Bayern verloren zu haben.



Götze wollte Ausstiegsklausel bei Bayern

Eine Ausstiegsklausel, die dem Rekordmeister ermöglicht hatte, Götze zu verpflichten, soll dem Nationalspieler in München aber nicht gestattet worden sein: "Es ist zwar versucht worden, diese in den Vertrag zu verhandeln. Aber das ist von uns abgelehnt worden."

Der 57-Jährige begründete: "Denn wenn du Spielern die Möglichkeit gibst, sich mit Klauseln aus dem Vertrag zu lösen, dann darfst du am Ende des Tages auch nicht klagen, dass es passiert. Bei Bayern hat deshalb kein Spieler eine Ausstiegsklausel im Vertrag." Der künftige Bayern-Trainer Pep Guardiola beglückwünschte die Macher des FC Bayern zudem per E-Mail zum gelungenen Abschluss des Transfers.

Götzes Teamkollege Robert Lewandowski, der ebenfalls vom FC Bayern umworben wird, ist dagegen noch nicht fix: "Mit der Personalie gehen wir entspannt um. Ich habe gelesen, er soll bereits bei uns unterschrieben haben. Das haben wir umgehend dementiert. Mehr gibt´s dazu nicht zu sagen."

Keine Sorge vor schottischen Verhältnissen

Die Diskussionen um die Zerstörung der ausgeglichenen Bundesliga könne Rummenigge nicht nachvollziehen: "Man tut jetzt so, als wenn Bayern in den letzten sechs Jahren sechsmal Deutscher Meister geworden ist. Schon vergessen, dass uns das in den zurückliegenden zwei Jahren nicht gelungen ist? Nein, ich habe keine Sorge um die Attraktivität der Bundesliga. Schottische Verhältnisse werden wir nie haben. " Spanische Verhältnisse habe es jedoch schon immer in der Bundesliga gegeben.

Seinem Freund Uli Hoeneß möchte er in der für diesen aktuell schwierigen Phase beistehen: "Uli ist sehr angespannt. Das Ganze geht nicht spurlos an einem Menschen vorbei. Ich habe ja bereits gesagt: Ich bin ein Freund von Uli Hoeneß. Und ein Freund zeigt sich in schwierigen Zeiten. Und nicht in Jubel-Momenten. Ich habe eine sehr hohe Wertschätzung über Uli Hoeneß und sein Lebenswerk, unseren FC Bayern."

Am Mittwochabend trifft der FC Bayern auf den FC Barcelona. Das Hinspiel hatte der Rekordmeister in der Allianz Arena mit 4:0 für sich entschieden.

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