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Unabhängig vom Ausgang der Rückspiele in der Champions League erlebt die Bundesliga einen nie dagewesenen Aufschwung und mausert sich zur stärksten Fußball-Liga überhaupt.

Düsseldorf. Weil es so schön ist, wurden die Ergebnisse der Hinspiele im Champions-League-Halbfinale in der Vorwoche kurzerhand addiert. Bayerns 4:0 gegen Barcelona plus Dortmunds 4:1 gegen Real ergibt ein 8:1 für Deutschland gegen Spanien. Ein „Ergebnis“, das die Dominanz der Bundesliga gegenüber der Primera Division zeigen soll.

Und es ist tatsächlich so: Unabhängig vom Ausgang der Rückspiele erlebt die Bundesliga einen nie dagewesenen Aufschwung und mausert sich zur stärksten Fußball-Liga überhaupt. Mit ein wenig Glück wird die sie in wenigen Jahren weltweit die Nummer eins sein. Diesen Machtwechsel dürfte dann auch die Uefa-Fünf-Jahres-Wertung dokumentieren, in der Deutschland hinter England und Spanien derzeit noch auf dem dritten Platz liegt.

Aber wie lange noch? Die Darbietungen des FC Bayern und Borussia Dortmund in dieser Champions-League-Saison haben offenbart: Der deutsche Fußball muss sich vor den ganz Großen nicht mehr verstecken. Der BVB kann mit den Besten mithalten, den Bayern ist es sogar zuzutrauen, dass sie zum neuen Dominator des europäischen Klubfußballs avancieren und den FC Barcelona in dieser Rolle ablösen.

Auch dem Rest der Bundesliga stehen rosige Zeiten bevor. Wenn die „Financial Fairplay“-Regelung der Uefa in der übernächsten Saison in Kraft tritt, wird es sich endlich auszahlen, dass hierzulande weitaus solider gewirtschaftet wird als in Spanien, England und Italien.

Dazu kommt, dass die Attraktivität des deutschen Vereinsfußballs international stark zunimmt, wodurch die Einnahmen aus der Bundesliga-Vermarktung und den TV-Rechten gesteigert werden. Zu guter letzt profitiert die Bundesliga von den prominenten Zugängen der jüngeren Vergangenheit. Dass sich nun auch noch Barcelona-Legende Pep Guardiola entschieden hat, den FC Bayern zu trainieren, ist eine fantastische Nachricht. Diese Personalie hat Signalwirkung, weitere Große des internationalen Fußballs werden dem Ruf der Bundesliga folgen.

Ein 8:1 wie zuletzt muss also keine Ausnahme bleiben.

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