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Werder Bremen steckt nach der Niederlage gegen Bayer Leverkusen mittendrin im Abstiegskampf. Die Fans sind guter Dinge und auch Thomas Schaaf zeigte sich positiv gestimmt.

Leverkusen. Für Thomas Schaaf und Werder Bremen könnte die Saison 2012/2013 der Bundesliga ein ganz bitteres Ende nehmen. Der Meister von 2004 ist mitten im Abstiegskampf. Fans und Trainer sind allerdings guter Dinge.

Herr Schaaf, manch einer glaubte nach dem 0:1 in Leverkusen an ihre Entlassung. Die Fans haben jedoch ein klares Votum für Sie abgegeben und Sie noch eine Dreiviertelstunde nach dem Spiel gefeiert. Sie sind aus der Kabine wieder raus aufs Spielfeld. Was haben Sie empfunden?

Thomas Schaaf: "Das war in der Kabine nicht zu überhören. Alle, die dabei waren, richten ein riesiges Dankeschön an die Fans. Die Art und Weise, wie sie uns unterstützt haben, ist einzigartig. Es ist großartig, wenn man so etwas erleben darf. Wir werden versuchen, das zurückzugeben mit Leistung."

Ist das in Ihren Augen schon in Leverkusen gelungen?

Schaaf: "Die Mannschaft hat alles versucht. Sie war sehr engagiert, sehr diszipliniert, jeder hat dem anderen geholfen. Leider sieht man, dass in unserer Situation die Überzeugung im Spiel nach vorne fehlt. Wir müssen in den letzten drei Spielen die Entschlossenheit in der Defensive bewahren und Mut, Selbstvertrauen und Risiko draufpacken."

Nächste Woche empfängt Werder Hoffenheim. Kann Ihre Mannschaft mit dem Druck umgehen, der nun entsteht?

Schaaf: "Ich weiß es nicht. Wir werden sehen. Aber ich hatte unter der Woche schon das Gefühl, dass sie bereit ist, die Situation anzunehmen. Der Abstand nach unten wird immer geringer, aber die Lage hat sich nicht verändert. Wir müssen punkten. Und wir müssen mitnehmen, was wir in Leverkusen erlebt haben. Natürlich wünschen wir uns alle bessere Ergebnisse, und es tut weh, dass wir sie nicht haben."

Verloren haben Sie durch einen Elfmeter. Wie beurteilen Sie diesen?

Schaaf: "Da geht es mir um Grundlegendes. Für uns gab es letzte Woche in einer ähnlichen Situation keinen Elfmeter. Deshalb hat man das Gefühl, dass jeder sein eigenes Regelbuch hat. Dafür fehlt mir das Verständnis. Das macht mich wütend und ärgerlich."

Geschäftsführer Thomas Eichin hat Ihnen eine Jobgarantie bis zum Saisonende ausgesprochen. Aber nicht für die Zeit danach. Sind Sie nur noch bis zum Saisonende Werder-Trainer?

Schaaf: "Wenn sie das so empfinden, müssen sie das so interpretieren. Sie dürfen auch nachfragen, aber für mich ist das müßig. Ich habe Vertrag bis 2014."

Gibt es also bereits eine Einigung, dass man sich am Saisonende trennt?

Schaaf: "Ich habe doch keinen erkennbaren Sprachfehler. Deutlicher kann ich es nicht sagen. Ich habe Vertrag bis 2014, und das ist meine Arbeit."

Sie haben am Freitag Marko Arnautovic und Eljero Elia wegen einer nächtlichen Spritztour suspendiert. Ist es für Sie vorstellbar, dass die beiden in dieser Saison noch mal zum Einsatz kommen?

Schaaf: "Wir haben ein eindeutiges Zeichen gesetzt. Daran kann man erkennen, dass etwas falsch gelaufen ist. Wie es jetzt weitergeht, ist noch nicht in meinem Kopf."

EURE MEINUNG: Was sagt ihr zur Situation bei Werder Bremen?

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