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Mönchengladbach tritt weiter auf der Stelle, im Rennen um Europa gab es in Wolfsburg den nächsten Rückschlag. Angesichts des schweren Restprogramms eine bittere Niederlage.

Wolfsburg. Stillstand statt Schritt Richtung Europa: Nach dem nächsten Rückschlag im "Schneckenrennen" um einen internationalen Startplatz wird die Luft für Borussia Mönchengladbach immer dünner. "Jetzt kommt Schalke zu uns, da heißt es zu gewinnen. Sonst sieht es nicht mehr so rosig aus", sagte Torschütze Peniel Mlapa nach dem unnötigen 1:3 (0:1) beim VfL Wolfsburg.

Wieder einmal fehlte dem Team von Trainer Lucien Favre die Konstanz, um sich im Saisonendspurt eine bessere Ausgangsposition zu verschaffen. Der Kampf um Europa wird immer schwieriger.

Mit den Auswirkungen auf die eigenen Chancen wollten sich aber weder Favre noch Sportdirektor Max Eberl eingehender beschäftigen. Zumal gleich drei Konkurrenten noch am Sonntag antreten mussten. Immerhin schaffte auch der SC Freiburg bei Bayern München keine Überraschung und verlor.

"Noch alles möglich"

"Wir haben 44 Punkte, da ist noch alles möglich", sagte Favre. Und Eberl ergänzte: "Wir werden weiter mit dabei bleiben. Aber Auswärtsniederlagen bringen uns immer in Zugzwang, zu Hause gewinnen zu müssen."

In den vergangenen sechs Spielen folgten auf drei Heimsiege jeweils drei Auswärtsniederlagen. Jetzt kommen noch Schalke 04 und die schier unbezwingbaren Bayern in die Gladbacher Arena. Dazwischen müssen die Fohlen nach Mainz reisen - nicht gerade das einfachste Restprogramm.

Doch viel mehr als die kommenden Gegner machte den Gladbachern am Samstagabend die Art und Weise der Niederlage zu schaffen. Ein Torwartfehler, ein Eigentor, eine mangelhafte Chancenauswertung: In Wolfsburg brachte sich die Fohlenelf förmlich selbst um den Sieg.

"Wir kassieren dumme Tore"

"Es ist mühsam. Ich sehe einige Sachen, die kann ich nicht kommentieren", sagte Favre: "Wir kassieren dumme Tore. Es war heute möglich, viel zu erreichen." Und Mlapa betonte: "Ich glaube, die Wolfsburger wissen selbst nicht, wie sie die drei Punkte geholt haben."

Das Erfolgsgeheimnis der Gastgeber war jedoch gar keins. Der Unterschied zwischen beiden Mannschaften war für alle deutlich auf der Anzeigetafel abzulesen: Der VfL verwertete einfach seine Chancen.

Roel Brouwers (34.), der einen Schuss von Maximilian Arnold ins eigene Tor lenkte, Ivica Olic (61.) und der starke Diego (75.) trafen für die Gastgeber. Lediglich Mlapa sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich (52.). Obwohl sich die Gladbacher schon in den Anfangsminuten mehrere Hochkaräter erspielt hatten.

Heimsiege besser als Auswärtssiege

"Da haben wir uns fast um Kopf und Kragen gespielt", sagte Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking, der den so lang ersehnten dritten Heimsieg der Saison sichtlich genoss: "Ein Heimsieg fühlt sich deutlich besser an als ein Auswärtssieg."

Langsam scheint sich das millionenschwere Team zu stabilisieren, der Sieg war bereits das siebte Spiel in Folge ohne Niederlage. "Die Mannschaft hat eine schwierige Saison gehabt, aber so langsam greifen die Rädchen ineinander", sagte Hecking.

Höchstwahrscheinlich aber zu spät. Mit 40 Punkten dürften die Wolfburger nur noch äußert geringe Chancen haben, doch noch das eigentlich ausgegebene Saisonziel Europapokalteilnahme zu erreichen. "Realistisch ist es nicht", sagte Manager Klaus Allofs. Fügte aber mit einem verschmitzten Grinsen an: "Aber was ist im Fußball schon realistisch."

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