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Christian Heidel über den FC Bayern München: „Nicht würdig für einen Deutschen Meister“

Der Mainzer Manager übt scharfe Kritik am Transfergebaren der Bayern. Beistand erhält er dabei von Eintracht Frankfurts Sportchef Hübner.

Mainz. Christian Heidel hat Bayern Münchens Verhalten bei der Bekanntgabe des Transfers von Mario Götze heftig kritisiert. Zuspruch für seine Kritik erhielt der Manager des 1. FSV Mainz 05 von Eintracht Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner, der offenbar Ungereimtheiten im Fall von Sebastian Rode wittert.

„Nicht würdig“

„Wie sich die Bayern derzeit verhalten, ist nicht würdig für einen Deutschen Meister“, erklärte Heidel im Rahmen einer Podiumsdiskussion der Frankfurter Rundschau. Damit bezog er sich auf den Umstand, dass Borussia Dortmund angeblich nicht von Seiten der Münchner über den Götze-Transfer informiert worden sei, bevor dieser publik wurde.

Warten auf Anruf

Auch im Fall von Mainz-Profi Jan Kirchhoff sei die Kommunikationspolitik der Bayern ähnlich mangelhaft gewesen. „Irgendwann haben wir erfahren, dass bei den Bayern ein Medizincheck stattfindet. Auf einen kurzen Anruf, dass unser Spieler unter Vertrag genommen wurde, warten wir nach wie vor“, sagte Heidel über den bevorstehenden, ablösefreien Wechsel des Innenverteidigers im Sommer 2013.

Hübner bestätigt Heidels Eindrücke

Ähnlich ist es offenbar auch Eintracht-Manager Hübner ergangen. Der Wechsel von Frankfurts Mittelfeldspieler Sebastian Rode (Vertrag bis 2014) nach München gilt als beschlossene Sache. „Andere Interessenten haben sich ausgeklinkt, weil sich das Gefühl eingestellt hatte, über Rodes Zukunft ist entschieden“, sagte Hübner, der „Heidels Eindrücke nur bestätigen“ könne. Offen ist im Fall von Rode offenbar nur noch der Zeitpunkt des Wechsels: Sollte Rode bereits im Sommer 2013 gehen, könnten die Hessen dabei noch eine Ablöse kassieren. Ein Jahr später wäre der 22-Jährige dann ablösefrei zu haben.

Verstoß gegen DFL-Regularien?

Gemäß der DFL-Regularien hätten sich die Münchner allerdings zunächst die Erlaubnis der Eintracht einholen müssen, um Verhandlungen mit dem Spieler zu führen. Erst sechs Monate vor Ablauf des Vertrags ist es Vereinen gestattet, den Spieler zu kontaktieren, ohne dabei seinen aktuellen Arbeitgeber miteinzubeziehen.

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